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SchlaganfallFilmpionier John Singleton starb mit 51 Jahren

Für sein Arthouse-Meisterwerk "Boys N The Hood" wurde er 1992 als erster Afroamerikaner für den Regie-Oscar nominiert. John Singleton war ein Pionier, der stets gegen die kulturelle Marginalisierung des "schwarzen Amerika" auftrat. Nun ist er mit 51 Jahren verstorben.

John Singleton
Der Regisseur und Produzent John Singleton starb eine Woche nach einem Schlaganfall. © Richard Shotwell/Invision/AP
 

Filmregisseur und Produzent John Singleton ("2 Fast 2 Furious", "Atemlos") ist tot. Er sei im Kreise von Angehörigen und Freunden friedlich entschlafen, teilte seine Sprecherin Shannon Barr mit. Singleton wurde 51 Jahre alt. Der Regisseur hatte am 17. April einen schweren Schlaganfall erlitten. Der siebenfache Vater wurde in einem Krankenhaus in Los Angeles behandelt. Am Montag in der Früh hatten sich die Angehörigen entschlossen, lebenserhaltende Maßnahmen zu stoppen, wie Barr zuvor mitteilte.

"John ist friedlich verstorben, umgeben von seiner Familie und seinen Freunden", erklärte Singletons Familie in einer Mitteilung, die unter anderem von der Zeitung "USA Today" und dem Sender NBC News verbreitet wurde. Der Chef der Regisseur-Vereinigung Directors Guild of America, Thomas Schlamme, sprach von einem "enormen Verlust".

"Ruhe in Frieden mein Freund", schrieb Oscar-Preisträgerin Halle Berry auf Twitter. Sie könne es nicht fassen, dass Singleton gestorben sei, erklärte die Schauspielerin.

Regina King, die heuer für das Drama "If Beale Street Could Talk" den Oscar als beste Nebendarstellerin holte, würdigte Singleton als einen "der Größten". "Dein Geist wird ewig leuchten", schrieb die Schauspielerin auf Instagram. "Get Out"-Regisseur Jordan Peele würdigte seinen Kollegen als "mutigen Künstler" und als "wahre Inspiration". "Seine Vision hat alles verändert", schrieb Peele auf Twitter.

Singleton holte 1992 mit seinem Debütfilm "Boyz N The Hood" über Gewalt in einem Armenviertel von Los Angeles auf Anhieb zwei Oscar-Nominierungen: für die beste Regie und für das beste Originaldrehbuch. Er war der erste Afroamerikaner und zugleich der jüngste Regisseur, der damals in der Sparte "Beste Regie" nominiert wurde.Der Film mit einem ganz jungen Cuba Gooding, Jr., mit dem ins Schauspielfach wechselnden Rapper Ice Cube und Larry Fishburne ist eine erschütternde Analyse des Lebens in den Ghetto der Neuzeit. Zwischen Kriminalität und polizeilicher Drangsalierung, zwischen Hoffnungslosigkeit und Drogen versuchen hier junge Menschen einfach in Würde zu überleben. Singleton kannte diese Welt aus eigener Erfahrung, er wuchs im berüchtigten Viertel South Central auf, wo auch der Film spielt.

Danach inszenierte Singleton Filme wie "Poetic Justice", "Shaft", "Vier Brüder" und "Atemlos - Gefährliche Wahrheit". Sein größter kommerzieller Erfolg war "2 Fast 2 Furious" (2003). Als Produzent brachte er unter anderem das Drama "Hustle & Flow" ins Kino. Er war ausführender Produzent der laufenden TV-Serie "Snowfall" über die Crack-Epidemie der 80er Jahre.

 

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