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StrafezahlungUrteil nach Skizzen-Diebstahl aus dem Müll von Gerhard Richter

Der bedeutende zeitgenössische Künstler hatte vier aus seiner Sicht misslungene Bilder in die Altpapiertonne vor seinem Haus geworfen. Ein Mann fischte sie heraus und wollte die Skizzen verkaufen.

Gerhard Richter
Gerhard Richter 2009. © AP
 

Weil er weggeworfene Skizzen aus dem Altpapier des Künstlers Gerhard Richter gestohlen hat, muss ein Mann eine Geldstrafe zahlen. Das Kölner Amtsgericht verurteilte den 49-Jährigen am Mittwoch zur Zahlung von 3150 Euro (90 Tagessätze zu je 35 Euro). Richter hatte die vier Bilder, die er für misslungen hielt, in die Altpapiertonne vor seinem Haus geworfen.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte die Skizzen im Juli 2016 mitgenommen hatte und sie verkaufen wollte. Auch wenn die unsignierten Bilder auf dem legalen Kunstmarkt nach Angaben von Experten nicht verkäuflich seien, seien sie nicht wertlos, sagte die Richterin. Der genaue Wert sei nicht zu ermitteln, laut Anklage liegt er geschätzt bei rund 60.000 Euro.

Der 49-Jährige hatte bei der Polizei ausgesagt, der Papiercontainer sei bei einem Sturm umgefallen. Die Bilder hätten deshalb nicht in der Tonne, sondern auf der Straße gelegen. Nach Auffassung des Gerichts waren die Skizzen dennoch nach wie vor Eigentum des Künstlers. "Er hatte den Willen, die Bilder zu entsorgen", sagte die Richterin.

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