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Conchita WurstGeheimnis gelüftet: Neuer Name und neue Single

Drei Tage lang hatte Conchita auf ihrem Instagram-Account ein schwarzes Quadrat gepostet. Die Fans spekulierten: Ist das gar das Ende der Kunstfigur Conchita? Nun wurde das Geheimnis gelüftet.

Opernball 2019
Conchita, die Kunstfigur von Tom Neuwirth © ORF
 

Der ganz harte Bruch ist es dann doch nicht geworden: Nachdem in den vergangenen Tagen über die Zukunft von Tom Neuwirths Kunstfigur Conchita gerätselt wurde, gab es heute um Mitternacht die (vorläufige) Auflösung: Der schon zuvor genutzte Nachname Wurst ist zurück, und mit "Trash all the Glam" wurde ein neuer Song veröffentlicht. Restlos geklärt wurde die Zukunft von Conchita damit aber nicht.

Stets für den 8. März - den internationalen Weltfrauentag - angekündigt, tat sich ab Mitternacht einiges auf dem Instagram-Profil von Conchita. Zuerst ein Foto einer komplett in Latex gehüllten Figur, die sich auf Stufen rekelt, dann eine Insta-Story mit einzelnen Textzeilen und schließlich das Cover sowie der Link zur neuen Single "Trash all the Glam". In der Electroballade mit knackigem Refrain zeigt sich Conchita Wurst nicht ganz so melodramatisch wie gewohnt, weiß aber dennoch ihre Stimme einzusetzen.

  Wie es mit der Kunstfigur und ehemaligen Song-Contest-Gewinnerin weitergeht, scheint dennoch offen. Auf dem Coverartwork ist die Sängerin in dunklen Sportklamotten vor Rolltreppen zu sehen, auf den Zehenspitzen stehend und das Gesicht - wie im begleitenden Foto - gänzlich in Latex gehüllt. Geschlechtsneutral. Ob die zuletzt etwa beim Opernball gezeigte Glatze, der als Markenzeichen geltende Vollbart oder nun doch ein erneut verändertes Aussehen angesagt ist, muss sich erst zeigen.

Bemerkenswert ist jedenfalls der Veröffentlichungstermin des neuen Songs. Denn heute ist nicht nur Weltfrauentag, auch ihre Nachfolgerin Paenda, die Österreich heuer beim Eurovision Song Contest in Tel Aviv vertreten wird, stellte ihren Wettbewerbsbeitrag "Limits" vor. Wohl kein Zufall, hat Conchita gerade dem ESC und seiner bunten Community viel von ihrem Erfolg zu verdanken. Schließlich hat der Triumph beim Contest in Kopenhagen 2014 den Weg zu einer Karriere geebnet, die Conchita rund um den Globus führte.

 

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#MAGNITUDE 08.03.2019

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Die Teilnahme 2012 war Conchita noch verwehrt, da sie sich in einer Vorausscheidung den Trackshittaz geschlagen geben musste. Weitere Fernsehengagements folgten, bevor sich der ORF 2014 direkt und ohne öffentliche Vorauswahl für Conchita als ESC-Teilnehmerin entschied. Und es sollte sich auszahlen: Trotz mancher Kritik aus dem eigenen Land und speziell osteuropäischen Staaten gelang ihr mit "Rise like a Phoenix" 2014 der überraschende Triumph in Kopenhagen.

Seitdem hat sich Conchita stark für die LGBTQ-Community eingesetzt, zwei Alben veröffentlicht und beim heimischen Poppreis Amadeus mehrere Auszeichnungen abgeräumt. Dennoch deutete Neuwirth zuletzt mehrfach einen Abschied von der Kunstfigur ab, was auch von einer teils männlicheren Erscheinung unterstrichen wurde. Nun scheint aber weiterhin alles offen für Conchita Wurst respektive Tom Neuwirth.

Wie alles begann

Der Steirer Tom Neuwirth nahm als Jugendlicher an der ORF-Castingshow "Starmania" teil und landete hinter der späteren Gewinnerin Nadine Beiler auf dem zweiten Platz. In der Folge war er Mitglied einer kurzlebigen Boyband (jetzt anders!), bevor sich der Absolvent der Grazer Modeschule seiner nunmehrigen Kunstfigur widmete. Als Dragqueen Conchita Wurst respektive später Conchita gab es einige Auftritte, auch die Teilnahme an einer weiteren ORF-Show ("Die große Chance"), bevor der Song Contest zum bestimmenden Thema wurde.

Kommentare (34)

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duerni
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Hatte dieser EurovisionSongContest jemals eine andere Wirkung als...

.... Spektakel? Der Aufwand ist enorm und kostenintensiv. Da das Land der/des Sieger/in im folgenden Jahr dieses Spaktakel ausrichten muss, wird es noch abartiger. Die musikalischen Beiträge sind verzichtbar also bleibt nur noch die Gestaltung der Bühne und die "Gestaltung" der "Künstler". Künstler kommt hier tatsächlich überwiegend von "künstlich". Je mehr künstlich desto mehr Künstler.
Bleibt als Wirkung Werbung für das Ausrichter Land. Wenn das gelingt, ist wenigstens das investierte Geld nicht ganz verschleudert.

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Gabriele99
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Nur Peinlich

Braucht keiner einfach nur peinlich. Es gibt wichtigeres in Österreich .

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minerva
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Geheimnis gelüftet: Neuer Name und...

der war gut: aus alter Wurst wird neue Wurst

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kumberg
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Das ist von großem interesse

was wohl aus der Wurst wird. Hm

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Hansgeorg
4
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Wurst

Aus der wurst wird eine salami. Leider hat sie keinen style, ein horror film mit ihren kleidern.

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brosinor
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Krampfalarm

Jetzt wird es halt doch krampfig.
Schade

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Feja
31
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Ja find ich auch schade wie krampfhaft Homophob die Mehrheit ist

Umso bewundernswerter, dass Menschen wie Tom in die Öffentlichkeit gehen und zu dem stehen was sie sind.

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MoritzderKater
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Darf man sich wundern?

Conchita hier, Conchita dort, Künstler oder was manche glauben das er/sie ist.
O.k. er/sie hat e.i.n. - Mal den Songcontest gewonnen - und?
Es gibt Künstler, welche seit vielen Jahren gute Songs abliefern und außerordentlich beliebt sind.
Sie begeistern auch durch Menschlichkeit, Würde und haben Vorbildwirkung.
Sie würden niemals so weit in den Vordergrund treten und ihre Person als das *non plus ultra*
sehen.
Provokativ, einen "Staatsball" mit einem Outfit zu besuchen, welches selbst für ein "Gschnas-fest" indiskutabel ist, zeigt von der beispiellosen
eigenen Überbewertung.

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zyni
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Ja, der nervt schon langsam,

der Fasching ist vorbei. Sein Auftritt beim Opernball haben sicher viele als unappetitlich empfunden.

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Reipsi
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Ist das

soo wichtig ?

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selbstdenker70
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...

Vorab...Eurovision Sieger hin oder her. Österreich hat nicht gewonnen weil es so ein unschlagbares Lied war, sondern weil ein Zeichen gesetzt wurde. Das ist bei dieser Veranstaltung nichts neues, werden doch fast jährlich politische, menschliche Zeichen, oder Zeichen der Verbundenheit zu anderen Staaten gesetzt. Jetzt zum Burschen ( ja, er ist ein Mann) ... er polarisiert gleich wie der Alpen Rocker..spannend ist nur, Die pro Wurst Seite schimpft gegen dem volksrocker und umgekehrt...und beide beschwören, man muss die Musik ja nicht hören...

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Feja
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Ach ist das so?

Die Oper in Sydney hat sich deiner Meinung nach auch nur durch Mitleid gefüllt, oder wie?

Ich höre weder den Volxrocker noch die Wurst und bin auch der Meinung, dass jeder die Musik hören soll die ihm gefällt.

Der Unterschied zwischen der Kritik an Wurst und der an Gabalier ist jedoch der, dass Wurst dafür kritisiert wird was sie ist und der Andi für die politischen Ansagen die er getätigt hat.

Aber keine Sorge, ich erwarte mir von dir nicht, dass du den Unterschied erkennst.

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Ichweissetwas
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Auf verrückte Dinge, schaut die Welt....

"Wurst" hatten wir schon, was bitte soll alles neu sein ?

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Frank78
8
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Sie anstatt Er?

Weslhab wir ER andauernd als SIE bezeichnet, wenn man bereits seinen Namen TOM Neuwirth hingeschrieben hat? Nennt man so etwas nicht Realitätsverleugnung?

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heinz31
3
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@frank

Das ist die typische Realitätsverweigerung des Gender-Mainstreams.
Das tut jetzt natürlich weh, daß er sich als "Travestiekünstler" von seine weiblichen Outfit trennt.
Ein Mann war er und wird er immer sein.

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sageni
20
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sie haben sorgen - holla die waldfee!

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Feja
55
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Ist es nicht völlig egal ob SIE oder ER?

Was macht es für einen Unterschied?
Wem wird dadurch Schaden zugefügt?
Inwiefern beeinflusst es dein Leben?

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evalesacher
15
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Wurst

....und in China sind Reissackerln umgefallen

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lieschenmueller
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@evalesacher

Wissen Sie nicht, dass man für diesen abgedroschenen Sager mit dem Reissack jedesmal 5 Euro ins Forumssparschweinderl rein schmeißen muss?

Mit dem Erlös gibt's am Jahresende Kaffee und Kuchen für alle hier.

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Eltern
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Und

Ich hoffte schon, ES hört auf.

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Feja
35
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Anscheinend gibt es noch mehr Homophobe als gedacht

Vielleicht mag mir ja einer erklären wovor er sich so fürchtet?
Wobei, Antworten bekommt man von euch ohnehin nie.

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Church-Hill
8
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Nur weil man etwas nicht mag,

muss man sich nicht davor fürchten, oder?

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Feja
14
6
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Church Hill

Wenn man etwas nicht mag sollte man wenigstens begründen können warum.

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lieschenmueller
21
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@Feja

Wozu eine Antwort? Wenn das Machtgefühl des Daumens nach unten dermaßen berauschend ist und man seine grauen Zellen nicht beanspruchen muss, um etwas in Worte zu fassen.

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Feja
19
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Ja Lieschen

Traurig aber leider war.
Dennoch versuche ich weiterhin zu hinterfragen warum das Ganze so gesehen wird.
Wenn ich nur einen einzigen Menschen da draußen erreiche der vielleicht kurz über sein lächerliches Verhalten nachdenkt, ist es bereits besser als nichts.
Auch wenn es sehr zermürbend ist und mich auch ziemlich ratlos und traurig zurück lässt...

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lieschenmueller
12
6
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@Feja

Ich erinnere mich noch an den Abend des Songcontest. Da waren etliche, die man von dieser kleinen Community hier kennt, versammelt. Auch ein User - er schreibt schon lange nicht mehr, aber damals sehr oft - mit dem ich selten einer Meinung war.Aber das sollte keineswegs ein Hindernis oder Kriterium sein, in einem normalen Ton macht das doch den Sinn überhaupt erst aus eines Forums, sonst könnte man gleich in eine Echokammer gehen.

Besagter Herr war keineswegs Pro Conchita eingestellt. Aber als es zur Punktevergabe kam, und diese immer mehr hochschnellten, bekam auch der eine Freude, die ich ihm sogar abnahm. Also das "wir Österreicher" bekam Oberhand über eine Einstellung, die er vielleicht geändert oder zumindest überdacht hat. Und wie Sie schreiben, das wäre schon viel und gut.

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