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TV-Tagebuch"Die Verurteilten": Über die Lust auf Listen

Zum Film "Die Verurteilten" heute auf VOX.

© KK
 

Wir leben in einer Welt der Listen, und gerne würde ich jetzt schreiben: Ach, so ein Schmarren, dieser Reihungswahn, ist doch alles relativ und Geschmackssache. Allein, ich muss gestehen, ganz unlistig wandle auch ich nicht durch die Welt. Unangefochten Nummer 1 auf der Liste „Beste Platte aller Zeiten“ ist natürlich Bob Dylans „Blonde On Blonde“, darüber muss nicht weiter diskutiert werden, darüber sind wir uns hoffentlich einig.

Bei den Filmen wird es schon happiger. Als Bildungsbürger müsste ich jetzt natürlich „Citizen Kane“ von und mit Orson Welles an die Pole-Position setzen, aber, unter uns, das Gefängnisdrama „Die Verurteilten“ ist meine heimliche Nummer 1. Tim Robbins als Bankmanager, der zu Unrecht wegen Doppelmordes verurteilt wird und Morgan Freeman als Mithäftling, das ist ganz großes Gefühlskino – und man schämt sich keine Sekunde dafür, berührt und gerührt zu sein.

Der Streifen aus dem Jahr 1994 bietet Spannung und Unterhaltung auf höchstem Niveau und hat auch einige zeitlose Botschaften zu bieten: Macht wird ausgeübt, wenn man die Möglichkeit dafür bekommt. Freundschaft ist eine zarte, aber – einmal verwurzelt – fast unkaputtbare Pflanze. Und vor allem: Der Mensch in Nöten ist ein äußerst starkes Tier! Nicht nur im Film.

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