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Paderborn AfD zeigt Theater wegen Grafik in Spielzeit-Heft an

Die rechte Partei sieht sich mit NSDAP gleichgesetzt und verleumdet. Für die Theaterleitung überschreite die Grafik "nicht die Grenzen, die der Freiheit der Kunst gesetzt werden".

SWEDEN NOBEL PRIZE
© EPA
 

Der AfD-Kreisverband Paderborn hat einem Zeitungsbericht zufolge Strafanzeige gegen die Theaterleitung der nordrhein-westfälischen Stadt erstattet. Die Partei fühle sich durch eine Grafik im aktuellen Spielzeitheft verunglimpft, berichtete das "Westfalen-Blatt" am Freitag. Die Grafik ergänzt demnach die Ankündigung des Stücks "Andorra" von Max Frisch, mit dem das Theater die Saison eröffnet.

Die Illustration stellt der Zeitung zufolge die jeweils deutlich gestiegenen Wahlergebnisse der Nazipartei NSDAP aus den Jahren 1928 und 1932 sowie der AfD von 2013 und 2017 untereinander. Ergänzt wird die Darstellung durch die Zahl von rund sechs Millionen Menschen, die während des Holocausts ermordet wurden, und die Zahl der 681 antisemitischen Straftaten, die im ersten Halbjahr 2017 in Deutschland erfasst wurden.

Der AfD-Kreisvorsitzende Karl-Heinz Tegethoff sagte dem "Westfalen-Blatt", die AfD sehe sich durch die Grafik mit der NSDAP gleichgesetzt und verleumdet. Theaterintendantin Katharina Kreuzhage erklärte hingegen, die Grafik überschreite "nicht die Grenzen, die der Freiheit der Kunst gesetzt werden". Sollte es zu einem Verfahren kommen, freue sie sich auf die Entscheidung, wo die Freiheit der Kunst ende.

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