Todesfall KIZ-Chef Nikos Grigoriadis ist tot

Er war der Wegbereiter der Alternativkinos in Graz und ein wichtiger Kämpfer und Vorkämpfer in der Kulturszene. Nikos Grigoriadis, langjähriger KIZ-Leiter, starb im Alter von 63 Jahren.

Trauer um Nikos Grigoriadis (63) © KK
 

Viele Namen und Glanztaten sind untrennbar mit seinem Namen verbunden. Den Anfang seiner Kino-Laufbahn in Graz markierte aber das Kürzel KIZ. Es stand und steht für den Alternativ-Kino-Verein „Kritisches Informationszentrum“; reich an Ideen, Pioniergeist, sozialkritischem Denken, aber ohne fixe Bleibe. Die wurde nach einiger Suche gefunden – im Kinderfreunde-Haus am Rande des Augartens, alsbald wichtigste Anlaufstelle für alle Cineasten, die, ähnlich wie Nikos Grigoriadis, mit Mainstreamfilmen rein gar nichts im Sinn hatten.


Der 1954 in Sofia geborene Filmenthusiast, der seit 1970 in Graz lebte, wartete immer wieder mit spannenden Schwerpunktthemen auf, er brachte filmische Raritäten nach Graz und präsentierte eine Unzahl von filmischen Meisterwerken aus der Independent-Szene in der Originalfassung mit Untertiteln.


Ein Prinzip, dem Nikos Grigoriadis auch nach dem keineswegs reibungsfreien Wechsel ins KIZ RoyalKino die Treue hielt, mit der Diagonale als festem und langjährigen Partner. Der Tod von Nikos, wie ihn alle seine Freunde nur kannten und nannten, ist ein großer Verlust für die heimische Kulturszene, die um einen wichtigen Kämpfer, Vorkämpfer, Denker und Vordenker ärmer ist.

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