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Constructive News

ORF will verstärkt auf investigativen Journalismus setzen

Der ORF plant eine "Weiterentwicklung der journalistischen Herausgeber-Linie" und möchte seinen konstruktiven und investigativen Journalismus verstärkt einsetzen.

Alexander Wrabetz stellt sich am 9. August seiner Wiederwahl © Julia Fuchs
 

Der ORF will künftig neben dem klassischen Informationsangebot verstärkt auf konstruktiven und investigativen Journalismus setzen. Dies berichteten Generaldirektor Alexander Wrabetz und Fernsehdirektorin Kathrin Zechner am Montag bei einem Studientag des ORF-Publikumsrats zum Thema "Constructive News". Wrabetz sprach von einer "Weiterentwicklung der journalistischen Herausgeber-Linie des ORF".

Konstruktiver Journalismus ist nicht Schönfärberei, sondern die Abbildung der Realität aus einer anderen Perspektive.  

Kathrin Zechner, ORF-Fernsehdirektorin

Medien betreiben Panikmache, sind überwiegend destruktiv, liefern falsche und verzerrte Bilder und desillusionieren so die Menschen. Dies fördert den Vertrauensverlust in den Journalismus und führt zu Medien- und Politikverdrossenheit. Konstruktiver Journalismus kann hingegen helfen, die Qualität im Journalismus zu steigern und verlorenes Vertrauen wieder aufzubauen. Mit diesen Thesen sorgt der dänische Medienmanager Ulrik Haagerup seit einiger Zeit für Diskussionen.

Auch der ORF widmet sich dem Thema bereits seit längerem. "Konstruktiver Journalismus ist nicht Schönfärberei, sondern die Abbildung der Realität aus einer anderen Perspektive", so Fernsehdirektorin Zechner. Für den ORF seien konstruktiver Journalismus und kritischer, investigativer Journalismus ein "gemeinsames Paket". "Constructive News" und Investigation sollen auch im neuen multimedialen Newsroom-Konzept einen besonderen Schwerpunkt darstellen, berichtete Newsroom-Projektleiter Stefan Ströbitzer. Punkto "Constructive News" präsentierte Zechner eine Reihe von Beispielen aus der ORF-Berichterstattung, vom Wissenschaftsbericht über fühlende Beinprothesen bis hin zu einem ORF-Vorabend-Experiment, bei dem sich Familien ein Jahr lang regional ernähren.

Die Welt sei nicht unsicherer

Für ORF-Chef Wrabetz wurde das journalistische Credo "Only bad news are good news" in den vergangenen Jahren von manchen Medien zu sehr in den Vordergrund gestellt. Die Welt sei jedenfalls nicht unsicherer geworden als vor 20 oder 30 Jahren, auch wenn dieser Eindruck in der Berichterstattung manchmal entstehe. "Gute Berichterstattung ist auch konstruktive Berichterstattung". Dabei gehe es aber nicht um "Wohlfühlberichterstattung", so der Generaldirektor. "Und 'Constructive News' kann auch nicht heißen, dass wir oder irgendwelche Journalisten die besseren Politiker sind und Lösungen präsentieren." Das würde die Glaubwürdigkeit nämlich schmälern. "Es geht darum, dem informierten Bürger die bestmögliche Teilhabe an demokratischen, sozialen und kulturellen Prozessen zu ermöglichen. Das ist unser aufklärerischer Anspruch, der uns von kommerziellen Medien unterscheidet."

Es ist nicht die Aufgabe von Journalismus, dass die Welt zu einem besseren Ort wird. 

Julia Wippersberg, Kommunikationswissenschafterin

Für die Kommunikationswissenschafterin Julia Wippersberg braucht des den Begriff "Constructive News" indes nicht. "Das ist alter Wein in neuen Schläuchen. Alle Paramenter die für 'Constructive News' angeführt werden, gibt es schon: im Qualitätsjournalismus." Die Kritik an negativen Nachrichten sei zudem "nicht neu, neu ist die Verknüpfung mit der Medienkrise durch die Digitalisierung, mit der Abwanderung von Rezipienten und dem Sinken von Auflagen". Von Journalisten werde zu viel verlangt. "Es ist nicht die Aufgabe von Journalismus, dass die Welt zu einem besseren Ort wird", so die Medienforscherin. "Information muss sachlich, ausgewogen, aufschlussreich, relevant, verständlich, umfassend, ausführlich, vielfältig multiperspektivisch sein." Wippersberg warnte davor, dass Journalisten selbst Lösungen liefern. "Ich bin mir nicht sicher, ob es für den ORF gut wäre, der Politik Lösungen vorzuschlagen."

Kommentare (13)

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f03f5ea478deae42b3a3ba48d3ff3144
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Der ORF ist genausoviel `investigativ` wie die Kleine

....

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Rossi15
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ORF, investigativ??

des is noch lustiger wie der andere Artikel zur nato oder den Identitären xD
kleine Zeitung bald heisst bald "der kleine Postillon" hahaha

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Rossi15
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ups

ein bald zuviel😂

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MedAH
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Objektivität und ORF?

Dieser Sender hat schon vor langer Zeit, jeden Anspruch auf neutrale Berichterstattung verloren!

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Earl7777
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Der ORF ist eine Mischung aus

russischem Staatsfernsehen & Propagandasender.
Gerade diese ORF - Führung nimmt Worte, wie investigativen Journalismus in den Mund - ungeheuerlich!!!

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Shiba1
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konstruktiver Journalismus

die konstruieren sich ihre Wirklichkeit - so schauts aus

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campanile
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Objektiv

Ein objektiver ORF wäre endlich an der Zeit. Mir hängt diese linke Gehirnwäsche der Wolfs, Thurnhers und Dittelbachers beim Hals raus. Und nein, ich bin kein "Strache-Wähler".

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Die letzte Feststellung

glaubt wohl kein Mensch!
Wäre der Campanile nämlich nicht Strache-Höriger, so würde er nicht von "Gehirnwäsche" sprechen, die ja auch gar nicht stattfindet!
Wohl wichtig ist aber eine objektive Berichterstattung, um den Lügen und Verleumdungen der FPÖ entgegen zu treten, z.B. Gespräche in der Knesseth, erschossene Terroristin, usw. Nachgewiesene LÜGEN!

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Tomme9020
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Re: Die letzte Feststellung

Oh mann oh mann wie traurig das wohl ist.

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alfons3
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Wrabetz und der ORF

Eigentlich sollte es "noch" Generalintendant heißen, denn der sogenannte "öffentlich Rechtliche" ist eine Verblödung sondergleichen. Aber bei der derzeitigen Besetzung des Rundfunkbeirates darf gezweifelt werden.
ORF= österreichischer ROT Funk mit Tendenz zur Volksverblödung.

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..ist alfons3 ein neuer Sender?

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wjs13
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Verblödung vielleicht nicht, aber sicher Manipulation

Anstatt Information/Fakten zu liefern wird zu jedem (innenpolitischen) Thema ein sog. Experte aus dem Köcher gezogen, der uns mit seinen linken Ergüssen "beglückt". Helfen tut's dem ORF aber nichts mehr. Die grosse Mehrheit weiss inzwischen was von dessen "Berichterstattung" zu halten ist.

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Wer den HATSCHE nicht hofiert,

ist nicht objektiv! Das ist die Meinung der Ewiggestrigen und Rechtsrechten, sehr demokratisch!
Kritik an einem der ärgsten Hassprediger ist unerwünscht!

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