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Forschung aus Kärnten - FHMit Tele-Reha schnell zurück in den Alltag

Je früher und regelmäßiger sie stattfindet, desto größere Chancen bietet Rehabilitation, Patienten zu einem normalen Leben zurückzuführen. Digitale Technik hat hier viel Potenzial.

Therapiestunde am Tablet: Eine Forschungsgruppe untersucht die Möglichkeiten von Tele-Reha
Therapiestunde am Tablet: Eine Forschungsgruppe untersucht die Möglichkeiten von Tele-Reha © APA/AFP/John MacDougall
 

Besonders am Land haben es Rehabilitationspatienten nicht leicht: Die Therapieeinrichtungen sind weit entfernt, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln schwer zu erreichen oder überhaupt nicht verfügbar. Digitale Kommunikationstechnologien können hier Abhilfe schaffen: Der Therapeut kommt zum Patienten – mit technischen Mitteln.

Wie das konkret vonstattengehen soll, wird im Forschungsprojekt „REHA 2030“ untersucht. Dazu kooperiert die FH Kärnten mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft, um zu ergründen, welche Faktoren eine gelingende Tele-Rehabilitation ermöglichen könnten. „Wir wollen nicht, dass die therapeutische Versorgung fernab von medizinischem Fachpersonal geschieht, das wird es weiterhin brauchen. Uns ist vielmehr wichtig, dass Patienten auch zwischen den Terminen bei Reha-Kliniken ihr Training auch zu Hause bestmöglich fortsetzen können“, sagt Christina Paril, die das internationale Projekt leitet. Drei Stufen sind für die Tele-Reha angedacht: Zunächst wird eine Plattform für Kommunikation zwischen Patient und Therapeut entwickelt, ähnlich der Videotelefonie-App Skype. Stufe zwei des Projekts ist die Verknüpfung dieser Kommunikationsplattform mit medizinischen Messdaten – Therapeuten können so etwa auch Blutdruck oder Beweglichkeit ihrer Patienten angezeigt bekommen. In der dritten Stufe sollen dann Reha-Robotor eingesetzt werden.

„Das sind Geräte, die den Patienten physisch bei der Rehabilitation zu Hause unterstützen. In unserem Projekt wird das ein Apparat sein, der gezielt Störungen in der Hand-Finger-Funktionalität nach Schlaganfällen behandeln kann“, sagt Paril. Die Schlaganfall-Rehabilitation soll als Modell für ähnliche Therapien stehen, die besonders häufig von Patienten in Anspruch genommen werden.

Demografischer Wandel und die schwierige medizinische Versorgung am Land sind die Triebfedern hinter dem Forschungsprojekt, das auf drei Jahre angelegt ist und von EU-Fördermitteln des Interreg Programms Slowenien – Österreich unterstützt wird. Bei Erfolg soll es das therapeutische Personal entlasten und die Kosten für das Gesundheitssystem senken.

Infos zum Projekt

REHA 2030 wird an der FH Kärnten von den Gruppen Active & Assisted Living und Entrepreneurship & Entrepreneurship Education betreut. An Bord sind auch die Uni Laibach, die Rehabilitationsklinik für Schlaganfallpatienten Uri Soca, der Telecare-Spezialist MKS (beide Laibach) und die Steirische Medizintechnikfirma Tyromotion.

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