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Forschung aus Kärnten - FHUnternehmen am Weg in die neue Arbeitswelt

Der Kampf um motivierte und gut ausgebildete Mitarbeiter wird härter – Firmen müssen attraktivere Arbeitsbedingungen schaffen. Wie gut sie dabei unterwegs sind, untersucht die FH.

Wettbewerbsfähigkeit hängt eng mit attraktiven Arbeitsbedingungen zusammen
Wettbewerbsfähigkeit hängt eng mit attraktiven Arbeitsbedingungen zusammen © Fotolia/Sikov
 

Digitalisierung – Diversität – Dynamisierung – Demokratisierung. Diese vier Trends prägen laut einer Studie der FH Kärnten die Zukunft der Arbeitswelt. Vor zwei Jahren wurden Kärntner Entscheidungsträger zu diesem Thema befragt. Jetzt kommen sie erneut zu Wort, denn noch besteht großer Aufholbedarf.

„Studien zeigen, dass ein Großteil mittelständischer Unternehmen auf die Herausforderungen der Arbeitswelt von morgen zu wenig vorbereitet ist“, sagt Ursula Liebhart. Sie leitet an der FH den Studienzweig Business Management und zeichnet sich als solche für die Studie aus dem Jahr 2016 als auch jetzt für die Folgestudie verantwortlich. Darin soll untersucht werden, wie fit sich Kärntner Unternehmen für die Herausforderungen der digitalen Transformation fühlen.

Liebhart interessiert sich besonders dafür, wie weit die digitalen Entwicklungen vorangeschritten sind und in den Organisationsstrukturen der Unternehmen Niederschlag gefunden haben. Das ist deshalb von Belang, weil noch viele KMU als „digitale Neulinge“ zu betrachten sind – auch, weil die Auseinandersetzung mit den digitalen Technologien viel Zeit, Energie und Ressourcen benötige, so Liebhart. „Es ist also nicht verwunderlich, dass manche Unternehmen noch nicht auf dem Stand der Zeit sind“, sagt die Forscherin.

Demografische Veränderungen führt sie als ein Argument an, warum es sich Firmen nicht weiter leisten können, den digitalen Wandel „auszusitzen“. Der Kampf um gute Mitarbeiter wird nämlich härter: „Da die erwerbstätige Bevölkerung Prognosen zufolge langfristig abnehmen wird, intensiviert sich der Wettbewerb um Menschen mit positiver Arbeitseinstellung und guter Ausbildung. Daher sind Unternehmen mehr denn je gefordert, ihren Fokus nicht nur auf Kunden, Märkte und technologische Entwicklungen zu legen, sondern die Anforderungen der Mitarbeiter für bestmögliche Arbeitsbedingungen zu erforschen.“

Das Ergebnis dieser Forschungen könnte eine neue Arbeitswelt mit sich bringen, in der Arbeitgeber sich um Attraktivität bemühen und wertschätzend-produktive Arbeits- und Entwicklungsbedingungen bieten. Gefordert sind dabei Führungskräfte und Mitarbeiter, die maßgeblich die Unternehmensentwicklung und die Rahmenbedingungen des Miteinander-Arbeitens gestalten.

Genau an diese Gruppe richtet sich die neue Umfrage, die bis Mitte Dezember 2018 läuft und danach statistisch ausgewertet wird. Die ersten Ergebnisse sollen im Frühjahr veröffentlicht werden. Interessierte Entscheidungsträger können unter diesem Link teilnehmen: fh-kaernten.at/4d-trends2018

Vier Trends

Digitalisierung: Daten, Computertechnik, Automatisierung – die Entwicklung macht vor keiner Branche halt.

Diversität: Auf Firmen kommt Vielfalt bei Geschlecht, Herkunft, Alter, sexueller Orientierung und Religion zu.

Dynamisierung: Arbeitszeit, Arbeitsort und Arbeitsplatz gestalten sich immer flexibler.

Demokratisierung: Die Mitsprache der Mitarbeiter wird größer.

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