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Forschung aus Kärnten - FHAm Wachstum führt kein Weg vorbei

Nicht größer, sondern besser werden: Das qualitative Wachsen von Unternehmen war Gegenstand eines gemeinsamen Forschungsprojekts von FH Kärnten und Alpen-Adria-Universität. Die Ergebnisse sollen nun Kärntner KMU helfen.

Kurven, die nach oben zeigen, sehen Unternehmer immer gerne. Bloße Zahlen reichen als Indikator für qualitatives Wachstum aber nicht aus
Kurven, die nach oben zeigen, sehen Unternehmer immer gerne. Bloße Zahlen reichen als Indikator für qualitatives Wachstum aber nicht aus © Fotolia/Chaiyawat
 

"Immer besser": So lautet schon seit über einem Jahrhundert das Motto des deutschen Haushaltsgeräteherstellers Miele. Das Unternehmen ist im Premium-Segment angesiedelt und verfolgt eine Strategie eines stetigen qualitativen Wachstums – sowohl bei Produkten, als auch beim Kundenservice. „Das kommt alles zu einem entsprechend hohen Preis, den die Kunden aber bereit sind zu zahlen. Qualität zieht eben“, sagt Dietmar Sternad.

Der Studiengangsleiter für International Business Management an der FH Kärnten hat sich mit unternehmerischer Qualität besonders ausführlich beschäftigt: im Forschungsprojekt „Impuls-Q“, das die FH gemeinsam mit der Alpen-Adria-Universität durchführte. Dabei widmete sich ein zehnköpfiges Forscherteam der Frage, welche Strategien, Entwicklungskonzepte und Rahmenbedingungen nachhaltiges qualitatives Unternehmenswachstum fördern. Insgesamt 26 erfolgreiche Unternehmen aus Österreich, Deutschland und Italien wurden dazu befragt, tausende Seiten an Datenmaterial werteten die Forscherinnen und Forscher im Frühjahr 2018 aus.

„Wir haben uns angesehen, wie die Unternehmenskultur aussieht, wie die Wachstumsprozesse abliefen und wie mit den Mitarbeitern umgegangen wird“, sagt Sternad über die Recherchegespräche mit den Führungspersonen der untersuchten Firmen. Gezielt beleuchteten die Wissenschaftler jene Bereiche, die für die qualitativen Aspekte des Unternehmenswachstums stehen: Nicht Umsatz, Gewinn und Kapitalstand waren die ausschlaggebenden Faktoren, sondern Nachhaltigkeit, Produktqualität und Führungsqualität. „Beim qualitativen Wachstum geht es nicht darum, einfach größer zu werden, sondern immer besser“, sagt Sternad.

Führungsqualität ist laut ihm jene Einflussgröße, ohne die qualitatives Wachstum nicht gelingen kann. Unternehmer müssten gute Arbeitsbedingungen schaffen, um eine gute Arbeitsqualität zu sichern. Das alleine garantiere aber noch keinen Erfolg: Bei einer Strategie des qualitativen Wachstums müssten auch Geschäftspartner mit ins Boot geholt werden – Lieferanten oder Händler seien ebenfalls gefordert, sich in ihrer Qualität weiterzuentwickeln.

Im Projekt „Impuls-Q“ hat sich das Forschungsteam die Branchen Holzverarbeitung und Nachhaltiges Bauen, Hotellerie sowie intelligente Informations- und Produktionstechniken angeschaut. Die Forschungsergebnisse sollen aber über diese Sparten hinaus an alle Kärntner Unternehmen weitergegeben werden, wünscht sich Sternad: „Wir wollen Kärntner Unternehmen bei ihrer qualitativen Wachstumsentwicklung unterstützen, auch durch Trainings, die im Rahmen des Forschungsprojektes entwickelt und durchgeführt werden. Durch das Projekt soll eine positive Signalwirkung in Kärnten geschaffen und das Bundesland als Kompetenzzentrum für nachhaltiges, wertschaffendes und qualitatives Wachstum positioniert werden.“

Zeit dafür bleibt noch bis Ende 2018, so lange läuft das Projekt, das vom KWF-Programm „Regionale Impulsförderung 2015-2020“ unterstützt wird. Mehr Infos dazu sind auf www.impuls-q.com zu finden.

Fachtagung

Wachstum neu denken ist der Titel des Impuls-Q-Forum 2018, bei dem Referenten aus Wirtschaft und Wissenschaft präsentieren, wie Unternehmen qualitative Wachstumsstrategien erfolgreich umsetzen und vom „Durchschnittsanbieter“ zum Qualitäts- und Nachhaltigkeitsführer werden.

Teilnahme ist gratis, Restplätze sind noch verfügbar.

Anmeldung: impuls-q.com/fachtagung

Termin. 20. September, 9-18 Uhr

Ort. Lakeside Spitz, Klagenfurt

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