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FH KärntenWissenschaft in Maturaklassen: 95 Ideen für Gesundheit, Technik und Wirtschaft

FH Kärnten zeichnete österreichweit die besten Maturaprojekte aus: Inhaltsstoffe in sukkulenten Pflanzen, Organisationsmanagement für eine Freiwillige Feuerwehr oder Verwendung von Moos als Dicht- und Dämmstoff: Vielfältig waren die Ideen des 13. österreichweiten Maturaprojekt-Wettbewerbs.

© KK/FH Kärnten/Georg Pflügl
 

Unter der Schirmherrschaft von Kärntner Landesschulrat Rudolf Altersberger wurden die besten drei Diplomarbeiten und vorwissenschaftlichen Arbeiten in den Kategorien Gesundheit, Technik und Wirtschaft am 30. Mai 2018 auf dem FH-Campus Villach prämiert. Die Gewinnerteams aus Kärnten und Oberösterreich freuten sich über je 1000 Euro Preisgeld.

In der Projektkategorie Gesundheit machte das Kärntner Team der HBLA Pitzelstätten mit dem Projekt „Bedeutung der Inhaltsstoffe von sukkulenten Pflanzen in der Pharmakologie“ das Rennen. Raphael-Gabriel Riepl und Jakob Buchreiter haben mittels eines empirischen Versuches herausgefunden, welche dieser Inhaltsstoffe, aus sukkulenten gewinnbaren Stoffen, einen Stellenwert in der heutigen Medizin haben. Zudem stellte sich die Frage, ob durch Veränderungen in den Anbaubedingungen und allgemeiner Aufklärung über die Wirkstoffe, sich eine kostengünstige Alternative zu den derzeit üblichen und marktbestimmenden Pharmazeutika finden ließe.

Die Gewinner in der Kategorie Wirtschaft, Adnan Begic, Ivan Perak und Florian Derhaschnig von der HAK1 International Klagenfurt, beschäftigten sich im Rahmen ihrer Diplomarbeit mit dem Finanzierungs- und Organisationsmanagement einer Freiwilligen Feuerwehr in Österreich. Die rechtliche, finanzielle und organisatorische Vielfalt, die mit der Gründung und dem Aufrechterhalten einer Freiwilligen Feuerwehr verbunden ist, wurden aufgezeigt und die Wichtigkeit der Freiwilligen Feuerwehr unter gesellschaftlichen und volkswirtschaftlichen Gesichtspunkten erläutert.

Sarah Tonini, Clara Mühlegger und Angelika Wimmer, drei Schülerinnen der HTBLA Hallstatt aus Oberösterreich, überzeugten die Jury mit dem Projekt „Einsatz von Moosen im Bauwesen“ in der Kategorie Technik. Die Projektgruppe führte experimentelle Untersuchungen zur Verwendung von Moosen als Dicht- und Dämmstoff durch und tüftelte an ökologischen und ökonomischen Konzeptvorschlägen. Bauphysikalische Untersuchungen und Berechnungen zu den Eigenschaften von Torfmoosen wurden durchgeführt und ein normgerechter Fenstereinbau auf Basis ökologischer Materialien geplant.

Der „Internet of Things“- Sonderpreis, ausgelobt vom Studienbereich Engineering & IT der FH Kärnten, ging an die HTL Braunau mit dem Projekt „TrackBoots“. Derzeit gibt es am Markt nur Navigationssysteme, die auf visueller oder auditiver Wahrnehmung beruhen. Der Anwender kann dadurch seine Aufmerksamkeit nicht zur Gänze auf den Straßenverlauf und den Straßenverkehr richten. Die Lösung der Oberösterreicher stellt ein Navigationssystem dar, welches aus zwei externen Modulen besteht, die mit einer Smartphone App kommunizieren. Je nachdem, ob nach links oder rechts abgebogen werden muss, vibriert das entsprechende Modul am linken oder rechten Bein.

Maturaprojekt-Wettbewerb: Jugend schafft Wissen

Bis Anfang April dieses Jahres reichten Schülerinnen und Schüler aus ganz Österreich 95 Diplomarbeiten sowie vorwissenschaftliche Arbeiten ein. Vergeben wurden Geldpreise im Gesamtwert von 5250 Euro von der Kärntner Sparkasse. Projektteams stellten ihre eingereichten Projekte in Form einer Posterpräsentation vor, die Bewertung und Reihung erfolgte durch eine Fachjury in den drei Kategorien Gesundheit, Technik und Wirtschaft auf dem Campus Villach der FH Kärnten, die für die Auslobung des Wettbewerbs verantwortlich zeichnet.

Ziel des Maturaprojekt-Wettbewerbs ist es, Schülerinnen und Schüler vor ihrem Schulabschluss für wissenschaftliches Arbeiten zu begeistern. Die Jury war erneut begeistert von der hohen Qualität der eingereichten Projekte und freut sich mit den Projektbetreuern bereits auf den Maturaprojekt-Wettbewerb im kommenden Schuljahr. „Die eingereichten Maturaprojekte waren sehr anspruchsvoll und auf hohem Niveau. Viele Projekte haben praxisnahe Problemstellungen sehr eindrucksvoll und professionell gelöst, was auf eine engagierte und ganzheitliche Auseinandersetzung mit der Themenstellung schließen lässt", bekundet Thomas Kandolf, Juryvorsitzender und Leiter des Innovationsmanagements bei Liebherr Hausgeräte.

Alle Gewinner im Überblick

  • Projektkategorie Gesundheit

    • 1. Platz: HBLA Pitzelstätten
      „Bedeutung der Inhaltsstoffe von sukkulenten Pflanzen in der Pharmakologie“
      Raphael-Gabriel Riepl, Jakob Buchreiter

    • 2. Platz: HBLA Pitzelstätten
      „Anbau und Herkunftsbestimmung der Erdbeere“
      Christina Anna Maria Schriebl, Sebastian Salcher

    • 3. Platz: Akademisches Gymnasium Salzburg
      „Roboter als Therapeuten - Der Einsatz sozialer Roboter in der Therapie von Demenzkranken am Beispiel der Roboterrobbe Paro“
      Hannah Aster
  • Projektkategorie Wirtschaft

    • 1. Platz: HAK 1 International Klagenfurt
      „Finanzierungs- und Organisationsmanagement einer Freiwilligen Feuerwehr in Österreich“
      Adnan Begic, Ivan Perak, Florian Derhaschnig

    • 2. Platz: Peraugymnasium (Villach)
      „Nachhaltigkeit in der Lebensmittelindustrie“
      Sarah Unterüberbacher
    • 3. Platz: Agrar-BHAK Althofen
      „Die Tortenrevolution - Eine Produktentwicklung in Kooperation mit Michaela Sonnberger“
      Nicole Cavegn-Bernhard, Celin Koprivnikar, Vanessa Hölbling
  • Projektkategorie Technik
     
    • 1. Platz: HTBLA Hallstatt
      „Einsatz von Moosen im Bauwesen“
      Sarah Tonini, Clara Mühlegger, Angelika Wimmer
    • 2. Platz: HTBLuVA Salzburg
      „iZiach“
      Markus Dygruber, Fabian Wenig

    • 3. Platz: HTL Mössingerstraße
      „EC-damper testbench for high-speed gears“
      Wendelin Angermann, Stephan Gailer
  • IoT - Internet of Things Sonderpreis
     
    • HTL Braunau
      „TrackBoots“
      Tobias Wagner, Christoph Spitzer

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