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Innovations-Experte"Kleine Firmen können von Agilität profitieren"

Innovationsexperte Christoph Wecht erklärt, worauf es in Veränderungsprozessen ankommt und warum sich Chefs ein Trampolin als Vorbild nehmen sollten.

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Blond woman drawing a light bulb, scheme
© denisismagilov - stock.adobe.com
 

Kleine Unternehmen meinen oft, dass sie bei innovativen Ideen gegen Konzerne keine Chance haben, weil sie nicht über derartige Budgets verfügen. Was sagen Sie dazu?
Christoph Wecht: Das ist ein Missverständnis. Ein Konzern ist ja auch in Einheiten heruntergebrochen. Und dort ist der Kampf ums Geld vielleicht noch größer. Außerdem geht es um alle Arten von Ressourcen, nicht nur finanzielle – zum Beispiel spielt die Unternehmenskultur eine sehr große Rolle und wie gut die Teams zusammenarbeiten. Auch bei Apple, Facebook, Amazon und Google passiert Innovation vor allem durch Zukäufe oder indem Dinge einlizenziert werden. Apple kauft Siri, Google Android, Facebook WhatsApp. Man sieht, die besten Leute findet man eher bei den kleineren, die als Start-up starten und anfangs im Unscheinbaren groß werden.

Zu Kultur und Konsens: Wie schafft man innovative Stimmung im Unternehmen?
Christoph Wecht: Das Thema der Unternehmenskultur ist komplex, weil nicht alles allen hilft. Man kann sich aber gewisse Ansätze überlegen. Das Buch „The Culture Code“ beschäftigt sich stark mit der Frage, was ein funktionierendes Team ausmacht, das ja die Keimzelle einer guten Kultur und somit auch Innovationskultur ist. Als ein zentraler Punkt wird hier genannt, dass man ein Umfeld schaffen muss, in dem sich die Menschen sicher fühlen. Das zweite große Thema ist, Verletzlichkeit und Schwächen zu teilen. Vor allem als Führungskraft. Das trägt dazu bei, dass eine gute Stimmung entsteht, die notwendig ist, Vertrauen aufzubauen. Wenn diese Punkte erfüllt werden, dann sind die Leute auch bereit, sich einzubringen. Der dritte Punkt wäre, dass man ein übergeordnetes Ziel ins Team bringt – den Purpose. So, dass alle an einem Strang ziehen und wissen, wohin es geht. Dazu gibt es einen guten Satz: „Culture is something you do, it’s not something you are.“ Durch das Machen in der sozialen Interaktion entsteht die Kultur.

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