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Flüchtlingshilfe

"Die Flüchtlingskrise als Chance sehen"

Zupacken statt zuschauen. Wir stellen Unterkärntner Initiativen zur Flüchtlingskrise vor. Die pensionierte Sozialarbeiterin, Ingrid Erlmoser aus Mittertrixen, hilft Asylwerbern in Völkermarkt.

Ingrid Erlmoser freut sich, viel von den Asylwerbern zu lernen
Ingrid Erlmoser freut sich, viel von den Asylwerbern zu lernen © KK/Erlmoser
 

Ingrid Erlmoser aus Mittertrixen genoss bereits in jungen Jahren eine Ausbildung zur Sozialarbeiterin und übte diesen Beruf auch jahrelang mit Leib und Seele aus. Die 62-Jährige konnte während ihrer beruflichen Laufbahn sehr viele Kinder und Jugendliche, unter anderem auch aus anderen Ländern, in Pflegefamilien unterbringen und diese auf ihrem Weg in ein neues Leben begleiten.  Nach der Pensionierung hat Erlmoser ihr soziales Engagement aber keineswegs verloren. Im Gegenteil: Die Mutter zweier erwachsener Töchter engagiert sich nun ehrenamtlich ein- bis zwei Mal wöchentlich als Asylhelferin im Bezirk Völkermarkt. Sie begleitet und betreut im Quartier in der 10.-Oktober-Straße in Völkermarkt als Mitglied eines Teams insgesamt 23 Männer. „Meine Aufgabe ist vor allem die Vermittlung von alltagspraktischen Angelegenheiten – und das möglichst in deutscher Sprache. Zum Beispiel benennen wir Utensilien, Zutaten oder verschiedenste Tätigkeiten. Wir kochen auch gemeinsam, besuchen den Weihnachtsmarkt oder halten Spielenachmittage ab“, erzählt Erlmoser, die beim Österreichischen Roten Kreuz und bei der Caritas als ehrenamtliche Mitarbeiterin aufgelistet ist und ihre Fachkenntnisse der Sozialarbeit hervorragend anwenden kann.

"Ich lerne sehr viel"

Weiters schwärmt die motivierte Mittertrixnerin, die auch schon in den Transitquartieren in Oberwart (Burgendland) und in der Dullnig-Halle in Klagenfurt mithalf, davon, selbst sehr viel von den Asylsuchenden zu lernen: „Man kann sich austauschen und selbst so viel mitnehmen und dazulernen. Im Chinesischen gibt es ein Schriftzeichen, das eine Krise als eine Chance darstellt. Meiner Meinung nach sollte auch die Flüchtlingskrise als Chance für alle gesehen werden.“

JULIA WERNIG