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Geopark Karawanken/Karavanke

Auf den Spuren der Geschichte unserer Natur

Vor etwa einem Jahr eröffnete der Geopark Karawanken offiziell. Nach den ersten Erfahrungen gelang dem Geopark heuer mit der Kooperation der Tourismusregion ein Coup.

Wer gerne wandert, hat im Geopark Karawanken/Karawanke mit 1200 Kilometer Wanderwegen die Qual der Wahl
Wer gerne wandert, hat im Geopark Karawanken/Karawanke mit 1200 Kilometer Wanderwegen die Qual der Wahl © Andreas P - Fotolia
 

Das erste Jahr war eine große Ausprobierphase, bei der wir viel gelernt haben“, sagt Geoparkleiter Gerald Hartmann. Wichtigste Lektion: Regelmäßigkeit. „Für Touristiker ist es wichtig, dass wir Wandertouren über einen längeren Zeitpunkt an den gleichen Tagen anbieten. So können sie es ihren Gästen besser empfehlen“, sagt Hartmann. Wo im Vorjahr Touren, eben zum Austesten, ob sie gebucht werden, unregelmäßig stattgefunden haben, werden diese nun über die gesamte Sommersaison angeboten. Ein Großteil der Ausflüge wurde durch die Kooperation mit der Tourismusregion Klopeiner See Südkärnten in die „Begegnungen am Berg und See“ – ein Ausflugspaket, das heuer vorgestellt wurde – aufgenommen. Ein „Quantensprung“ laut Hartmann. „Wir wollten damit unseren Gästen, die gerne Tages- und Halbtagsprogramme buchen, ein abwechslungsreiches Programm bieten. Dabei war es uns wichtig, dass sich der zweisprachige Kulturkreis widerspiegelt“, sagt Helmuth Micheler, Geschäftsführer der Tourismusregion.
Beliebte Touren im Geopark, wie die Petzenüberquerung auf alten Schmugglerpfaden oder Kanufahren und Stollenbiken im stillgelegten Bergwerk in Mežica, sind in einen handlichen und übersichtlichen Folder aufgenommen worden, der in den Tourismusbetrieben rund um den Klopeiner See aufliegt. Der Vorteil: Bei den meisten Touren wird auch ein Shuttle-Transfer angeboten.

Wir haben viel aus dem Vorjahr gelernt und möchten verstärkt den slowenischen Markt forcieren.  

Geoparkleiter Gerald Hartmann

Wandern am Korallenriff

Am Kärntner Storschitz hat man nicht nur einen phänomenalen Ausblick, man wandert auch auf einem versteinerten Korallenriff
Am Kärntner Storschitz hat man nicht nur einen phänomenalen Ausblick, man wandert auch auf einem versteinerten Korallenriff Foto © KK/TOURISMUSREGION KLOPEINER SEE - SÜDKÄRNTEN/ZUPANC
Der Geopark wartet aber auch mit neuen Touren auf. Bei einer Wanderung auf den Kärntner Storschitz erfährt man etwa, dass das Gestein des Storschitz vorwiegend aus Korallenkalken, die das Urmeer hier hinterlassen hat, besteht. Angeboten wird auf Anfrage heuer auch die Dreitagestour „Auf und unter der Petzen“. Start ist bei der Petzen Talstation, Endstation ist das Bergwerk in Mežica. Kosten: 120 Euro.
Generell möchte Hartmann das Angebot auf slowenischer Seite erweitern: „80 Prozent der Besucher im Infozentrum sind aus Slowenien. Uns ist aufgefallen, dass sie sehr an Geologie interessiert sind, daher möchten wir unser Angebot stärker forcieren.“ Ein erster Schritt dahin gehend war die Aufnahme von mehr zweisprachigen Geopark-Rangern. Erweitert wurden auch die Angebote für Schulgruppen.

Kunst im Geopark

Ein neuer Aspekt im Sommerprogramm des Geoparks ist erstmals Kunst. Angeboten werden etwa eine Kombination aus dem Wassererlebnisweg in Pudlach und dem Museum Liaunig oder dem keltischen Baumweg und den Ausgrabungen am Hemmaberg. Besser vermarkten möchte Hartmann auch das Infozentrum in Bad Eisenkappel, und zwar durch ein Kombiticket mit den Obir Tropfsteinhöhlen. Mit einem geringen Aufpreis gibt es vorher noch eine geführte Tour durch das Infozentrum.
Ein Höhepunkt ist die Geopark-App – erstellt von Ars Electronica in Linz – die demnächst vorgestellt wird. Damit können sich Gäste durch den Park navigieren und mehr Infos holen.

Im Detail

Geopark Karawanken. Das sind 14 Gemeinden, neun in Kärnten, fünf in Slowenien und 1200 Kilometer Wanderwege.

Kombiticket.
Um 24,20 (Kinder 14,10) kann man Infozentrum und Obir Tropfsteinhöhlen (Normalpreis: 22, 13 Euro) besuchen.

Mehr Infos. geopark-karawanken.at; (0 42 38) 82 39-15;
klopeinersee.at; (0 42 39) 22 22.

VON DANIELA GRÖSSING