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Stiller Held VölkermarktDer Einsatz-Rucksack ist ständiger Begleiter

Gernot Koboltschnig (44) ist seit acht Jahren Ortsstellenleiter der Kärntner Bergrettung-Ortsstelle Bad Eisenkappel. Bei der Bergung muss das Zusammenspiel der Retter perfekt funktionieren.

Gernot Koboltschnig ist seit acht Jahren Leiter der Bergrettung-Ortsstelle in Bad Eisenkappel © Katz-Logar
 

"Alpinismus macht mir Freude und hat mir den Weg zur Bergrettung geebnet“, sagt Gernot Koboltschnig, Absolvent der Universität für Bodenkultur in Wien und Spezialist für Kulturtechnik und Wasserwirtschaft beim Land Kärnten. Die Einsatzstelle in Bad Eisenkappel hat 40 ehrenamtliche Mitarbeiter, die jährlich mehr als 25 Einsätze im alpinen Gelände absolvieren.
„Jede Bergung ist mit einem gewissen Risiko verbunden“, sagt der zweifache Familienvater, Bioimker und Spezialist für die Prävention von Naturgefahren. Durch das Virus sind heuer mehr Menschen als sonst auf den Bergen unterwegs. Besonders stark ist die Zunahme an Touristen und somit auch an Unfällen am Griffner Berg, beim Petzen Trail und am Slow Trail am Kitzelberg. „In Griffen haben wir fixe Standplätze und Seile eingerichtet, um die meist übermüdeten Kletterer schnell bergen zu können“, berichtet Koboltschnig, der die Ortsstelle Bad Eisenkappel seit acht Jahren leitet. Bei der Bergrettung ist er gemeinsam mit seiner Ehefrau seit 16 Jahren aktiv.

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Natur. „Die Natur muss erhalten werden und für den Menschen zugänglich sein. Jeder muss die Möglichkeit haben, die Natur zu erleben.“
Ehrenamt. „Es ist eine Ehrenaufgabe den Mitmenschen gegenüber und kein Heldentum. Das Leben besteht nicht nur darin, Profite zu erwirtschaften.“


Besonders schwierig seien Forsteinsätze, wo oft auch Schwerverletzte zu beklagen sind. „Wir haben unseren Einsatz-Rucksack immer bei uns, egal ob im Beruf oder zu Hause“, erzählt Koboltschnig. Er freut sich über die langjährige gute Zusammenarbeit mit den Kollegen aus Slowenien. Für eine erste Hilfe an Ort und Stelle steht immer auch ein Arzt zur Verfügung. Zwei engagierte Lawinen- und Suchhundeführer komplettieren diese Mannschaft, die auch für Einsätze im felsigen Gebiet gut gerüstet ist.

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