Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

SittersdorfBeschluss im Gemeinderat: Aus Sielach wird nun auch Sele

Der Gemeinderat in Sittersdorf beschloss das Anbringen zweisprachiger Ortsbezeichnungstafeln für Sielach. Sie sollen bei einem Festakt am 10. Oktober aufgestellt werden.

Seit Jahren Kämpfer für die zweisprachigen Ortsbezeichnungstafeln: Franc Kukovica © KLZ
 

Jahrelange wurde gestritten, gekämpft, gab es Ablehnung und scheinbar unüberwindbares Dagegenhalten. Da wurden Gräben sichtbar, über die keine Brücken führten. Die Rede ist von Ortsbezeichnungstafeln in der Gemeinde Sittersdorf/Žitara vas – und hier von Sielach und dessen slowenischem Namen Sele.
Die Gemeinderatssitzung am Freitag brachte jetzt eine große Überraschung. Mit 15:4 Stimmen wurde der Antrag von Bürgermeister Jakob Strauß (SPÖ), zweisprachige Ortsbezeichnungstafeln aufzustellen, angenommen. Bei einem Festakt am 10. Oktober soll das Aufstellen erfolgen – wenn es coronabedingt zu keiner Änderung kommt im Beisein des österreichischen Bundespräsidenten Alexander van der Bellen und seines slowenischen Amtskollegen Borut Pahor. Dann endlich soll aus Sielach auch offiziell Sele werden.

Das Abstimmungsergebnis im Detail

Antrag. Den Antrag für die Aufstellung zweisprachiger Ortsbezeichnungstafeln für Sielach/Sele stellte Bürgermeister Jakob Strauß (SPÖ) bei der Gemeinderatssitzung am vergangenen Freitag.
Abstimmung. Der Antrag wurde mit 15: 4 Stimmen angenommen. Alle neun SPÖ-Mandatare stimmten dafür. Allianz für Sittersdorf: zwei Dafür- und drei Gegenstimmen. Liste Wutte: vier Dafür-, eine Gegenstimme.


2017 wurde ein solcher Antrag abgelehnt. „Damals war ich SPÖ-Parteiobmann in Sittersdorf. Dagegen wurde offenbar gepackelt. Da hat es geheißen: Die Bevölkerung will die zweisprachigen Tafeln, die Politik will das, aber der Strauß verhindert es“, erzählt Strauß. Einen Sinneswandel gab es seiner Einschätzung nach erst in jüngster Zeit. „Ich bin nicht mehr Parteiobmann, nur der Bürgermeister, der die Gemeinderatsbeschlüsse umsetzen muss. Im 100. Jahr der Kärntner Volksabstimmung ist es Zeit, aus Fehlern zu lernen, einen Schlussstrich zu ziehen und den Blick nach vorne zu richten“, sieht Strauß den Grund für das positive Ergebnis der Abstimmung in der Causa Sielach/Sele.

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung! Kommentieren