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VölkermarktRückgang bei Unfällen mit Wildtieren im Bezirk Völkermarkt

Heuer gab es im Bezirk Völkermarkt erst 300 Wildunfälle – so wenig wie noch nie. Warneinrichtungen an den Straßen zeigen Wirkung. Dennoch lassen sich Wildunfälle nie ganz vermeiden.

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Immer mehr Wildunf�lle in Sachsen
Die meisten Unfälle im Bezirk passieren mit Rehwild © Apa/Patrick Pleul
 

Im Bezug auf Unfälle mit Wildtieren hat der Bezirk Völkermarkt in den vergangenen Jahren in Kärnten so etwas wie eine traurige Bekanntheit erreicht. Immerhin gab es hier jedes Jahr eine hohe Anzahl an Zusammenstößen von Autos und Rehen zu beklagen. Das hat sich jetzt geändert. „Wir hatten in der Vergangenheit sogar bis zu 700 Wildunfälle pro Jahr. Im vergangenen Jahr waren es 450 bis 500, heuer bisher nur mehr 300“, sagt Klaus Innerwinkler, Bezirkspolizeikommandant und Straßenfallwildreferent der Kärntner Jägerschaft im Bezirk Völkermarkt.
In den vergangenen Jahren wurden an exponierten Stellen, an denen häufiger Wildwechsel zu beobachten war, zahlreiche Warneinrichtungen wie blinkende beziehungsweise blinkende und gleichzeitig piepsende Reflektoren angebracht. Die Finanzierung wurde vom Land Kärnten gefördert, die Wartung übernimmt die Jägerschaft. „Diese Einrichtungen zeigen eine erfreuliche Wirkung“, sagt Innerwinkler. Einen Gewöhnungseffekt des Wildes an die Warnzeichen kann Innerwinkler, der selbst auch Jäger ist, nicht erkennen. „Es gibt diesbezüglich eine Studie aus Niederösterreich, die über fünf Jahre geführt wurde und eine solche Gewöhnung nicht nachweisen konnte. Die Studie hat aber ergeben, dass Wildunfälle durch Warneinrichtungen um 30 bis 40 Prozent reduziert wurden.“
Innerwinkler betont aber gleichzeitig, dass Autolenker nicht aus der Verantwortung genommen werden. Vor allem jetzt im Herbst fällt die Äsungszeit des Wildes während der Dämmerung mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen zusammen. „Die Autofahrer sollten mit angepasster Geschwindigkeit unterwegs sein und einerseits auf Warntafeln und andererseits auf die optischen und akustischen Reflektoren an den Leitpflöcken achten“, sagt Innerwinkler.

Richtiges Verhalten

Wichtige Regeln. Die effektivste Maßnahme, um einem Wildunfall vorzubeugen, ist die angepasste Geschwindigkeit. Schilder wie „Achtung, Wildwechsel“ oder das Wahrnehmen von Warneinrichtungen wie Reflektoren sollten den Autofahrer zu besonderer Vorsicht anhalten. Taucht ein Wildtier auf, sollte man vorsichtig bremsen, abblenden und hupen. Ist der Zusammenstoß unvermeidlich, muss man danach die Unfallstelle absichern, die Warnblinkanlage einschalten, die Warnweste anziehen und die Polizei verständigen.


Ganz vermeiden lassen sich Unfälle mit Rehwild – im Bezirk kommt es wegen des geringen Vorkommens nur selten zu Zusammenstößen mit Rot- oder Schwarzwild – allerdings nie. Kommt es zu einem Crash mit einem Wildtier, muss der Autolenker anhalten, die Unfallstelle absichern, die Warnblinkanlage einschalten, selbst in die Warnweste schlüpfen und umgehend die Polizei verständigen. „Fährt man weiter, ist das Fahrerflucht“, erklärt Innerwinkler. Die Polizei wird dann auch einen Jäger damit beauftragen, das oftmals flüchtende verletzte Tier zu suchen und zu erlösen. „Ein angefahrenes Reh kann man nicht heilen.“ Streng verboten ist es darüber hinaus, den Kadaver mitzunehmen. Damit macht man sich der Wilderei schuldig und landet vor dem Richter.

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