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VölkermarktBelebung des Ortskerns als großes Zukunftsthema im Bezirk

Die Gemeinden Gallizien, Griffen und Diex arbeiten an Projekten zur Ortskernbelebung. Griffner Kirchplatz wird heuer neu gestaltet. Manche Pläne reichen weit über das laufende Jahr hinaus.

Modell der Neugestaltung des Griffner Kirchplatzes und des „Burgstadels“ © KK/Gemeinde Griffen
 

Bereits seit 2016 strebt die Marktgemeinde Griffen mit der Ortskernbelebung eine Stärkung des Ortszentrums an. Einige Maßnahmen wurden bereits abgeschlossen. So die Nachnutzung ehemaliger Geschäftsflächen durch die Praxisgemeinschaft „pumperlgsund“. Um 250.000 Euro wurde ein Haus am Kirchplatz angekauft, das künftig als „Burgstadel“ den Verschönerungsverein Markt Griffen und einen Kultursaal beheimaten wird. Der Kirchplatz soll neu gestaltet und zum Kommunikationsplatz werden. „Die Ausschreibungen sind erfolgt, Ende Jänner wird mit den Arbeiten begonnen“, sagt Bürgermeister Josef Müller. Bis 2021 werden 1,5 Millionen Euro investiert.
Im Rahmen der Sanierungen des 220 Kilometer langen Wegenetzes der Marktgemeinde wird heuer die Weinbergstraße vom Griffner Berg über Langegg an der Bezirksgrenze in Angriff genommen. 250.000 Euro werden investiert. Für die Feuerwehr Griffen wird ein Tanklöschfahrzeug 4000 um 320.000 Euro angekauft.

Pläne für Gallizien

Die Gemeinde Gallizien hat 2018 die Ortskernbelebung gestartet. Laut Bürgermeister Hannes Mak gab es 200 Rückmeldungen aus der Bevölkerung. „Ein Leitfaden ist in Ausarbeitung, die Ergebnisse werden bis Anfang März präsentiert. Dann wollen wir die ersten Maßnahmen umsetzten“, sagt Mak. Ein weiteres großes Projekt ist die Errichtung eines Hochseilgartens am Wildensteiner Wasserfall zur touristischen Belebung der Gemeinde. „Derzeit sind wir in der Planungsphase, so Mak.

Optische Gestaltung in Diex

Auch in Diex denkt man an die Ortskernbelebung, nachdem nur mehr ein Gasthaus offen ist. Der Gutshof Gotschmar wurde verkauft, der Kramerwirt ist seit eineinhalb Jahren geschlossen. Bürgermeister Anton Napetschnig strebt „eine Belebung und optische Gestaltung des Ortes“ an. In das 100 Kilometer lange Wegenetz werden 700.000 Euro über das Tiefbauprogramm des Landes (50 Prozent Förderung) und Regionalfondsdarlehen investiert. Der Rohbau für den Zubau beim Feuerwehrhaus Haimburgerberg wird heuer fertiggestellt. Für den Wirtschafts- und Bauhof wird ein Gebäude mit Lagerräumen um 200.000 Euro errichtet. Dort sollen auch ein Salzsilo und die Müllsammelstelle hinkommen.

Eisenkappel-Vellach

Die Folgen der beiden Sturmkatastrophen im Dezember 2017 und Oktober 2018 sowie das Hochwasser werden die Gemeinde Eisenkappel-Vellach/Železna Kapla Bela noch Jahre beschäftigen. In den nächsten zehn Jahren müssen rund sechs Millionen Euro für einen nachhaltigen Hochwasserschutz aufgebracht werden. Auch die Katastrophenschäden von drei Millionen Euro werden über Jahre das Gemeindebudget belasten. Die Aufarbeitung werde man zum Teil mit Regionalfondsdarlehen bedienen müssen. „Wenn wir heuer eine halbe Million dafür zusammenbringen, wird das viel sein“, sagt Bürgermeister Franz Josef Smrtnik.
Positiv ist, dass der Kindergarten – Kostenpunkt zwei Millionen Euro – vor der Fertigstellung ist und am 2. September bezogen wird. Heuer wird auch die Umfahrung der Engstelle zur Zufahrt Unterlobnig errichtet. Kostenpunkt: 130.000 Euro. Auch eine Sanierung der Tennishalle steht an. Aber: „Wir haben in den kommenden Jahren kaum Chanchen für Zukunftsprojekte“, so Amtsleiter Ferdinand Bevc.

Sittersdorf

Schäden von insgesamt 3,9 Millionen Euro muss die Gemeinde Sittersdorf in den kommenden Jahren aufarbeiten. 2,4 Millionen davon entfallen auf Hochwasser, 1,5 Millionen sind Folgekosten zur Sanierung der Straßenschäden durch Holztransporte nach dem Föhnsturm „Yves“. Ergänzend dazu muss die Gemeinde Hochwasserschutzprojekte im Bereich Suhabach und Sittersdorfer Bach auf die Reihe bringen. „Am Vellachfluss zwischen Miklauzhof und Rain, ein sehr kritischer Hochwasserbereich, müssen vorerst 100.000 Euro investiert werden“, sagt Bürgermeister Jakob Strauß.
140.000 Euro wird die Gemeinde in die Sanierung und Erweiterung der Wasserversorgung stecken. Der Kindergarten wird einer thermischen Sanierung unterzogen. Der Radweg Rückersdorf-St. Primus soll heuer fertig werden.

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