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HochobirEisenkappler Hüttenwirtin sagt nach zehn Jahren "Adieu"

Hermine Jernej wird an diesem Sonntag nach zehn Jahren als Hüttenwirtin die Eisenkappler Hütte mit ihrem Mann Anton verlassen.

Sagen jetzt nach zehn Jahren der Eisenkappler Hütte „Adieu“: Hermine und Anton Jernej
Sagen jetzt nach zehn Jahren der Eisenkappler Hütte „Adieu“: Hermine und Anton Jernej © Zdravko Haderlap
 

Die letzten warmen Sonnentage des Jahres inmitten der berauschenden, herbstlichen Farbenpracht der Natur, sind für die Hüttenwirtin der Eisenkappler Hütte, Hermine Jernej, zugleich erfüllt mit etwas Melancholie und Wehmut. Denn das Abschiednehmen von der Schutzhütte auf dem Hochobir fällt ihr schwer. Nach zehn Jahren tischt Hermine Jernej mit ihrem Mann Anton nur noch morgen, Samstag, und kommenden Sonntag für ihre Freunde, Bergwanderer und bekennende Genießer die legendären Leberknödel- und Fritattensuppen, riesigen Jausen und belegten Brote oder die duftend-saftigen Schweinsbraten auf. „Dabei wollten wir es vor Jahren mit kleineren Portionen probieren – aber das geht gar nicht und schon war das Gerede im Umlauf, dass wir sparen wollen“, erzählt Hermine Jernej erheitert beim Herrichten eines Kaffees.

Bei der Eröffnung mit den Rinnhofers im Mai 2009
Bei der Eröffnung mit den Rinnhofers im Mai 2009 Foto © Zrdavko Haderlap
Ihr Motto „So wie man sich zufrieden und bescheiden gibt, so bekommt man die Freundlichkeit und Treue der Gäste zurück“ lockte über Jahre viele neue Besucher aus ganz Kärnten an, die in weiterer Folge zu „Freunden des Hauses“ auf 1555 Meter Seehöhe wurden. Rückblickend war es für Hermine und Anton „eine wunderschöne Zeit“ bis zum Zeitpunkt der unangekündigten Umbauarbeiten im vergangenen Winter im Inneren der Hütte: Durch neu angebrachte Holzvertäfelungen an Decken und Wänden sowie die Reduktion der Schlafmöglichkeiten auf 15 Betten erfuhr die Eisenkappler Hütte einerseits für den Wandertourismus eine spürbare Qualitätsverbesserung, andererseits konnten ab diesem Zeitpunkt jedoch keine größeren Gruppen mehr, zum Beispiel Teilnehmer einer Geburtstagsfeier, untergebracht werden. Und davon hatte die Hüttenwirtin zuvor viele.

Umbau der Hütte

„Durch diese Veränderung ist auch einiges an privatem Inventar verloren gegangen und danach sind doch, im Gegensatz zur heimeligen Atmosphäre, alle Räume etwas steriler geworden“, sagt Hermine Jernej. Sie möchte sich trotz alldem für die korrekte, langjährige Zusammenarbeit beim Eigentümer der Hütte, dem Österreichischen Touristenklub (ÖTK), bedanken. Die Nachfolge wird noch heuer im Winter ausgeschrieben. Die Familie Jernej hat übrigens die Hütte als Team mit der Familie Rinnhofer bewirtschaftet – mit Monika Rinnhofer als Betreiberin. Bevor sie am 1. Mai 2009 die Eisenkappler Hütte übernahmen, hatten die Jernejs und Rinnhofers die Steinerhütte auf der Ebersteiner Seite der Saualpe in Pacht.

Ihren Nachfolgern wünscht die Hüttenwirtin „viel Glück und Erfolg“. Denn wenn man sich dahinterklemme, kann man mit den Einkünften der Eisenkappler Hütte auch gut leben. Mit dem Rückzug von Hermine und Anton Jernej ins Privatleben an diesem Wochenende schließt zugleich auch die Eisenkappler Hütte für das heurige Jahr ihre Türen.

Hochobir-Alpenstraße ist höchst sanierungsbedürftig

Eine Autofahrt auf der mautpflichtigen Hochobir-Alpenstraße zur Eisenkappler Hütte setzt vom Fahrer viel Fahrgefühl und vor allem Glück voraus, um nicht mit dem Untersatz seines Fahrzeuges aufzusitzen. Die vielen Holzabtransporte als Folge des Sturms „Yves“ von Dezember 2017, haben der Problemstraße massivst zugesetzt. Aufgerissener Asphalt, abgesenkte Fahrspur und abgerutschte Böschungen wechseln sich auf den acht Kilometern zum Teil noch mit zumutbarer Straßenbeschaffenheit ab. Nun soll laut Bürgermeister Franz Josef Smrtnik „noch im Herbst des Jahres der Schaden erst einmal erhoben werden“. Auf das hin wolle er gemeinsam mit dem Sittersdorfer Bürgermeister Jakob Strauß beim Land um Unterstützung vorstellig werden. Denn die eingehobenen Mauteinnahmen der vergangenen sieben Jahre würden trotz eines Finanzpolsters von etwa 120.000 Euro für die Schadensbehebung laut Bürgermeister Smrtnik „bei Weitem nicht ausreichen“.

Bei der automatischen Schranke an der Hochobir- Alpenstraße sollte man Kleingeld dabei haben – sechs Euro sind einzuwerfen
Bei der automatischen Schranke an der Hochobir- Alpenstraße sollte man Kleingeld dabei haben – sechs Euro sind einzuwerfen Foto © Zdravko Haderlap

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