VölkermarktMeisterhafte Mosaike lassen die Pfarrkirche erstrahlen

In St. Peter am Wallersberg hat Marko Rupnik, Meister der Kunstwerkstatt Centro Aletti in Rom, seine neuesten Werke geschaffen. Prunkstück ist ein fünfeinhalb Meter hohes und drei Meter breites Mosaik.

Mosaike Pfarrkirche St. Peter am Wallersberg
Fünfeinhalb Meter hoch und knapp drei Meter breit ist das Mosaik an der Ostseite der Pfarrkirche St. Peter © HUBERT BUDAI
 

Pfarrer Jože Valeško strahlt mit den drei neuen Mosaiken in der Pfarrkirche St. Peter am Wallersberg um die Wette. Prunkstück ist das fünfeinhalb Meter hohe und knapp drei Meter breite Mosaik an der ostseitigen Kirchenwand, das mit Sonnenaufgang in leuchtenden Farben das Leben und die Auferstehung versinnbildlicht. „Diese Darstellung ist ein Unikat. Sie zeigt Christus, wie er Eva und Adam als die ersten Menschen aus dem Tod zurück in die Herrlichkeit Gottes holt und damit zugleich die ganze Menschheit“, schwärmt Valeško.

Geschaffen hat dies der Jesuitenpater Marko Rupnik, der weltweit mit seinen Mosaiken und Entwürfen als bildender Künstler seit 20 Jahren Furore macht. „Es ist seine zweite Arbeit in Österreich, seine erste hier bei uns war die Gestaltung der Kapelle im Bildungshaus Sodalitas in Tainach“, erzählt Valeško. Sechs Jahre habe er gewartet und diese Woche sei Rupnik mit zehn Handwerkern und Studenten aus Rom angereist. Dort leitet er die Kunstwerkstatt Centro Aletti, bei der Kunststudenten aus aller Herren Länder mitarbeiten und dieser Tage Kärnten kennenlernten. „Untergebracht haben wird alle im Bildungshaus in Tainach, was einigen schon bekannt war“, sagt Valeško.

Mosaike Pfarrkirche St. Peter am Wallersberg
Marko Rupnik (links) und Pfarrer Jože Valeško vor dem Christophorus-Mosaik Foto © HUBERT BUDAI

Neben dem Herzstück an der Fassade der Kirche wurde auch der Bildstock an der Friedhofsmauer, der von Wasserschäden durch Baufehler bei der Errichtung der Aufbahrungshalle in Mitleidenschaft gezogen und das ursprüngliche Fresko nicht mehr zu retten war, mit Mosaiken versehen. Straßenseitig zur Aufbahrungshalle hin mit dem heiligen Christophorus und zum Friedhof hin mit dem Kirchenpatron Petrus. „Auch wenn Rupniks Darstellungen zum Teil unkonventionelle Ansätze haben, fühlt er sich sehr der frühchristlichen Tradition der Mosaikkunst wie etwa in Ravenna verpflichtet“, sagt Valeško.

St. Peter am Wallersberg: Kunst aus Rom

Das große Mosaik an der Ostfassade der Pfarrkirche ist fünfeinhalb Meter hoch.

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Meister Marko Rupnik und Auftraggeber, Pfarrer Jože Valeško (rechts), vor dem Christophorus-Mosaik.

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Studenten und Handwerker aus Slowenien, Kroatien, Brasilien und China waren in St. Peter im Einsatz.

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Insgesamt eine Tonne Steine wurden zusammengefügt.

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Auch der Bildstock wurde mit Mosaiken gestaltet.

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Stück für Stück mühevolle Kleinarbeit . . .

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Das vollendete Werk.

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Sogar Materialien aus dem Flugzeugbau mussten als Untergrund zur Stabilisierung des feuchten Mauerwerks eingesetzt werden.

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So komme im Mosaik des heiligen Christophorus durch die von den Händen des Kindes verdeckten Augen das Urvertrauen in den Glauben besonders stark zum Ausdruck. „Eine einzigartige Darstellung, oder der vom Wasser getragene Petrus, den der Glaube über Wasser hält. Alle drei Mosaike zeigen sich als Trostbilder des Glaubens“, freut sich Valeško. Die Ausführung sei gemeinsam besprochen und über Folien auf die Wände übertragen worden. Etwa eine Tonne unterschiedlichste Steine und Glas mit Blattgoldeinlagen wurden in diesen Tagen zu leuchtstarken Mosaiken zusammengefügt.

Zur Person

Marko Ivan Rupnik lebt in Rom als Direktor des künstlerisch-spirituellen Centro Aletti, ist Dozent an mehreren Hochschulen und Konsultor des Päpstlichen Rats für Kultur. Für sein Wirken erhielt er hohe Auszeichnungen.

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