VölkermarktSteinacher: "Lakounigg soll linkes Treiben beenden"

Im Gedenkjahr an die Volksabstimmung soll in Völkermarkt Handke-Stück aufgeführt werden. FPÖ sieht "linkes Treiben". Kulturreferent Lakounigg: "Kultur kennt keine Grenzen."

Angelobung in der Bezirksstadt Voelkermarkt
Steinacher (links) und Lakounigg © Simone Dragy
 

Ein geplantes Kunstprojekt anlässlich des 2020 stattfindenden Gedenkjahres „100 Jahre Kärntner Volksabstimmung“ wird von der Völkermarkter FPÖ heftig kritisiert. Es geht um das Stück „Die Stunde da wir nichts voneinander wussten“ von Peter Handke. Inszeniert werden soll es von Regisseur Bernd Liepold-Mosser. „Liepold-Mosser ist ein bekannter Linksaußen. Wenn er sich dem Thema 10. Oktober widmet, dann ist das eine Provokation mit Ansage. Der Kulturreferent wird aufgefordert, dem linken Treiben sofort ein Ende zu setzen“, so Stadtrat Hans Steinacher (FPÖ). Angesprochen ist Markus Lakounigg (SPÖ), Vizebürgermeister und Kulturreferent. „Meiner Meinung nach kennt Kultur keine Grenzen. Es ist schade, dass man vorher schon gegen Dinge schießt, die man noch gar nicht kennt“, kontert Lakounigg. Fixiert sei das Projekt noch nicht.

Organisiert wird es von Regionalmanager Peter Plaimer: „In diesem Stück wird nicht gesprochen. Der Völkermarkter Untere Platz soll die Bühne sein. Die Kommunikation findet mit Gesten, Blicken und Bewegungen statt.“ Die Gesamtkosten sind mit 150.000 Euro veranschlagt, wobei es eine transnationale Leader-Förderung geben soll. Auch an eine mehrjährige Bespielung des Stücks ist gedacht. Auf die Stadt würden Kosten zwischen 10.000 und 20.000 Euro zukommen. „Wir würden das Stück auch in einem Nachbarland, zum Beispiel Slowenien, aufführen. Das Werk wäre eine Aufwertung für das Gedenkjahr“, so Plaimer, der mit Steinacher ein „konstruktives Gespräch“ suchen will.

Kommentieren