VölkermarktRotes Kreuz im großen Grippe-Einsatz im Bezirk Völkermarkt

Ein Viertel der Rotkreuz-Krankentransporte entfällt derzeit auf Patienten mit Grippesymptomen. Zahl der Fälle von echter Grippe steigt. Gerade ältere Personen sind betroffen.

Die Rettung rückt derzeit oft zu Patienten mit Grippe-Symptomen aus
Die Rettung rückt derzeit oft zu Patienten mit Grippe-Symptomen aus © HANS KLAUS TECHT
 

Die Rettung im Bezirk Völkermarkt muss dieser Tage besonders oft wegen Grippesymptomen zu Patienten eilen. „25 Prozent unserer Transporte betreffen Patienten, die unter hohem Fieber, Lungenentzündungen oder Bronchitis leiden. Besonders ältere Menschen leiden sehr. Die Intensivstationen sind voll“, sagt Martin Pirz, Bezirksstellenleiter des Roten Kreuzes in Völkermarkt und 2. Vizepräsident des Roten Kreuzes in Kärnten. Er empfiehlt Menschen ab 60 Jahren, sich gegen Pneumonie (Lungenentzündung) und Influenza (die echte Grippe) impfen zu lassen. „Das bedeutet nicht, dass man nicht mehr an Pneumonie oder Influenza erkranken kann, die Erkrankung ist aber weniger schlimm“, sagt Pirz. Auch zur gleichen Zeit im Vorjahr habe es etliche Grippefälle gegeben. „Durch das wechselhafte, feuchte und neblige Wetter lässt auch das Immunsystem nach“, sagt er.

Martin Pirz, Bezirksstellenleiter des Roten Kreuzes
Martin Pirz, Bezirksstellenleiter des Roten Kreuzes Foto © Rotes Kreuz

Jeder vierte Krankentransport im Bezirk Völkermarkt hat mit Grippesymptomen zu tun.

Martin Pirz

Acht Fälle von echter Grippe und 87 Fälle mit grippeähnlichen Symptomen verzeichnet die Kärntner Gebietskrankenkasse aktuell im Bezirk Völkermarkt. Anfang Februar waren es noch 130 Krankenstände wegen grippeähnlichen Symptomen. Während diese Zahl zurückgeht, steigen allerdings die Fälle von echter Grippe. 

Grippesaison geht bis Ende Februar

Von einer Grippewelle möchte Primarius Wilfried Peterz, Leiter des Internen Ambulatoriums der GKK, aber nicht sprechen: „Der Anstieg könnte durch den wärmeren Verlauf des Jänners begünstigt worden sein. Die Zahlen halten sich im Rahmen. Die Grippesaison reicht von Dezember bis Ende Februar.“

Eine echte Grippe erkenne man durch ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl und tagelanges, hohes Fieber um 39 bis 40 Grad. „Die Grippe ist für ältere Personen und Personen mit Vorerkrankungen gefährlich, aber auch für Junge kann der Virus sehr ,beeindruckend‘ sein“, sagt Peterz, der rät, in der Grippezeit öfter die Hände zu waschen. Und wenn man einen Grippe-Patienten zu Hause hat, die Hygienemaßnahmen zu erweitern: „Regelmäßig die Bettwäsche waschen, nicht vom gleichen Glas trinken und die öfters angegriffenen Gegenstände desinfizieren, kann helfen, eine Ansteckung zu vermeiden. Wichtig ist auch ein gestärktes Immunsystem durch Bewegung in der Natur, eine vitaminreiche Ernährung, keine Zigaretten und wenig Alkohol.“

Der Anstieg könnte durch den wärmeren Verlauf des Jänners begünstigt worden sein.

Wilfried Peterz, Leiter des Internen Ambulatoriums der GKK

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