Es ist ein lauer, samtiger Sommerabend, wie man sich ihn sehnsüchtig im Winter vorstellt. Ferienlaunige Menschen quellen zu Hunderten aus Hotels und Pensionen auf die Promenade von Seelach am Klopeiner See, die Haut bereits bronziert oder gerötet von einem Sonnentag im Strandbad.
Es ist kurz vor 20 Uhr. Vor dem Eissalon bilden sich lange Schlangen, um eine Tüte mit Gefrorenem zu ergattern. Der Babyelefant, der dazwischen Platz nehmen sollte, ist zu einem Murmeltier geschrumpft. Bars, Cafès, Restaurants und Pizzerien quellen förmlich über. So viele Gäste hat man zuletzt in den goldenen Zeiten des Tourismus am Klopeiner See in den 1970er Jahren gesehen.