AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Bad EisenkappelWenig Perspektiven für die sturmbetroffenen Bergbauern

Die Stürme Yves und Vaia haben in den vergangenen zwei Jahren Millionen Festmeter Holz vernichtet. Bergbauern stehen vor dem Nichts. Viele Höfe im Vellachtal stehen bereits zum Verkauf.

Jetzt weiterlesen mit unserem Digitalabo

Gratis testen

    Ihr Testabo beinhaltet:

  • Alle Kleine Zeitung Plus Artikel lesen
  • Tägliches E-Paper lesen
  • Smartphone-App uneingeschränkt nützen
  • Test endet automatisch nach 4 Wochen
Elisabeth und Valentin Miklau beim Versetzen der Forstpflanzen © Haderlap
 

Trotzten Ende der 1990er Jahre noch die land- und forstwirtschaftlichen Betriebe dem wirtschaftlichen Niedergang der Holz verarbeitenden Industrie im Vellachtal, so zwingen die Sturmschäden die betroffenen Bauern zu einer tief greifenden Umorientierung ihrer Überlebensstrategie.

Verheerende Stürme

Sturm Yves fegte im Dezember 2017 über Kärnten hinweg. Am schlimmsten betroffen war der Bezirk Völkermarkt, und hier das Jauntal. Sturm Vaia richtete im Oktober 2018 enorme Schäden an. In den Wäldern liegen noch immer 1,1 Millionen Festmeter Schadholz.


Die ersten Berghöfe sind bereits verkauft beziehungsweise stehen vor dem Verkauf und die vom Sturm betroffenen Haupterwerbsbetriebe suchen verzweifelt, manchmal ratlos nach neuen Perspektiven. „Es ist eine Katastrophe! Ich selbst habe keine Perspektive mehr und bin froh, dass ich bald in Pension gehe“ erzählt Thomas Kotogany aus Koprein-Sonnseite, der 60 Hektar Wald bei einer Gesamtbetriebsgröße von 80 Hektar verloren hat. Über 66 Hektar Wald verlor durch die beiden Stürme auch sein Nachbar Ingomar Nečemer. Er sieht bei der derzeitigen Preisstagnation auf landwirtschaftliche Produkte bei gleichzeitig steigenden Energiepreisen „wenig Potenzial für alternative Überlebens-Standbeine“. „Deshalb ist die Politik gefordert, uns Möglichkeiten des Geldverdienens zur Überbrückung einzuräumen, weil wir mit der Rekultivierung der brachliegenden Waldflächen 50 Jahre Arbeit ohne Ertrag haben werden“, führt Nečemer aus.

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung! Kommentieren