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Mit einem Dirndl im Gepäck ausgewandert

Petra Plimon (29) aus Pudlach bei Neuhaus lebt seit zwei Jahren in Kanada. Damit erfüllt sie sich einen großen Traum. Sie arbeitet in der Niederlassung der Strabag in der Stadt Toronto.

© privat
 

Mit einem Dirndlkleid im Gepäck ist Petra Plimon im Oktober 2011 spontan nach Kanada ausgewandert. "Ich habe mir meinen Jugendtraum erfüllt", sagt die Strabag-Angestellte. Nachdem sie zuvor sechs Jahre in der kaufmännischen Verwaltung des Konzerns in Klagenfurt tätig war, sei ihre Einreise nach Kanada unkompliziert verlaufen.

Nach Niagara Falls liegt ihr neuer Arbeits- und Lebensort seit Februar am Stadtrand von Toronto. Dort wirkt die Neuhauserin im Tunnelbau-Projekt SeC (South East Collector Sewer Project in Pickering) der Strabag mit. Die Firma baut dort einen 15 Kilometer langen Abwasserstollen mit einem Querschnitt von 3,62 Metern. Vier riesige Tunnelbaumaschinen sind im Einsatz. Das Projekt wird voraussichtlich 2015 fertiggestellt.

"Beruflich ist es eine große Herausforderung", sagt Plimon, die sich in Toronto manchmal wie zu Hause fühlt. Der Grund dafür sind die vielen Österreicher und Deutschen, die auf den Baustellen der Strabag arbeiten. "Wir treffen uns auch privat zu Festen."

Einwanderer willkommen

"Hier leben mehr als 100 Volksgruppen aus aller Welt. Genauso bunt ist die Sprachenvielfalt der Stadt. Als Einwanderer ist man überall willkommen", sagt Plimon. Das Land blicke auf eine 200 Jahre lange Geschichte als Einwanderungsland zurück. Neuankömmlingen stehe man aufgeschlossen und hilfsbereit gegenüber. Plimon: "Diese Erfahrung hilft ungemein, sich selbst weiterzuentwickeln."

Fasziniert sei Plimon von der Weite und Größe Kanadas: "Es gibt unglaublich viel an Naturschönheiten zu entdecken - eine neue Dimension des Lebens." Besonders angetan sei sie vom Westen des Landes, den Rocky Mountains und Nationalparks.

Aber auch in der Provinz Ontario, wo sie lebt, gibt es für die Absolventin der HBLA Wolfsberg, eines universitären Lehrgangs für Europa-Assistentinnen und der Dialogica Europaakademie Kärnten aufregende Angebote wie Barbecue und Campen. Ihre Freizeit verbringt Plimon mit Radfahren, Wandern, Lesen und guter Musik.

Oktoberfest in Tracht

Ihr Dirndlkleid könne sie in Kanada ein Mal im Jahr gut gebrauchen. Nämlich dann, wenn sie mit Kollegen und Freunden das traditionelle Oktoberfest besucht. "Es läuft in einem Zelt ab, ähnlich wie in Kärnten", sagt Plimon, die auf dem Hof vulgo Resch in Pudlach eine schöne Jugendzeit verbracht hat.

Neben der Familie vermisst Plimon in Kanada die Kärntner Küche: "Lebensmittel sind hier teuer, das Essen schmeckt nicht besonders gut." Heimatbesuche absolviert sie zwei bis drei Mal im Jahr. "Die Kontakte zur Familie und zu Freunden möchte ich nicht verlieren", sagt Plimon, die ihre persönliche Freiheit sehr schätzt. Bereits Ende September werde sie wieder im "schönen Kärnten" sein. "Irgendwann möchte ich nach Europa zurück", sagt Plimon. Wann dies sein werde, stehe allerdings in den Sternen. "Das Bauprojekt dauert noch Jahre . . ."

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