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FH Villach

Das erlebte eine Villacherin mitten im Dschungel Malaysias

Im malaysischen Dschungel erforscht die Physikerin Ille C. Gebeshuber (47), was sich die Technik von der Natur abschauen kann. Am Freitag, 13. Mai, ist sie zu Gast an der FH Villach.

Ille C. Gebeshuber mit einer der riesigen Rafflesia-Pflanzen im Dschungel von Malaysia © 
 

Es gibt wahrscheinlich nicht allzu viele Frauen, die mit 18 Jahren beschließen, Technische Physik zu studieren. Die Wahl-Villacherin Ille C. Gebeshuber ist eine davon. „Es ist ein sehr schweres Studium mit einer sehr hohen Ausfallsquote“, sagt sie. „Das hat mich angespornt.“ Sie schaffte es damals sogar mit Auszeichnung. Ein Doktoratsstudium folgte, danach lehrte sie an einer der besten Physikdepartments der Welt, an die University of California Santa Barbara und von 2008 bis 2015 an die Nationalen Universität von Malaysia. Begleitet wurde sie von ihrem Mann Mark Macqueen, Sohn der Villacher Kunstexpertin Maria Macqueen.

Wie es dazu gekommen ist? „Ich ging zur malaysischen Botschaft in Wien und sagte, hier bin ich, ich bin gut, ich will Professorin sein in eurem Land, bietet mir was an. Das hat super funktioniert“, sagt sie. Die Zeit in Malaysia, die Forschungsarbeit im Regenwald, sei eine der Schönsten gewesen. „Wir haben von der Natur gelernt, wie man Sachen besser machen kann. Wie man Neues in die Welt der Technik einbringt, wie man nachhaltig wirtschaftet, ohne den nachfolgenden Generationen zu schaden“, sagt Gebeshuber.

Info

Vortrag: Ille C. Gebeshuber: „Was macht eine Physikerin im Dschungel Malaysias?“
Ort: FH Kärnten Campus Villach; 13. Mai, 18 Uhr
Internet: www.bionikum.at

Auf die Physik sei sie bereits als Jugendliche gestoßen, beim Betrachten des Sternenhimmels. „Mir wurde bewusst, dass ich in unterschiedliche Vergangenheiten schaue, da die Sterne verschieden weit weg sind und das Licht verschieden lange braucht, bis es auf der Erde anlangt. Da habe ich mir gedacht, die Welt ist um so viel schöner, fremdartiger, und faszinierender als ich jemals gedacht habe – das wollte ich alles wissen, verstehen und kennenlernen“, erinnert sie sich.

Dieses Wissen auch an Kinder weiterzugeben, ist ihr wichtig. Deshalb macht sie nicht nur Regenwaldexpeditionen mit Wissenschaftlern aus Biologie, Physik, Mathematik, Wirtschaft oder Maschinenbau. „Seit vielen Jahren gehe ich auch mit Kindern in die heimische Natur und wir schauen, riechen und tasten. Die Freude und Neugierde ist vorhanden, und es ist leicht und schön, sie wiederzuerwecken.“ Denn nicht nur der Regenwald hat Spannendes zu bieten.

Gebeshuber mit ihren Wissenschafter-Kollegen im Dschungel Foto © Privat

„Besonders Kärnten ist hier gesegnet und man kann auf jedem kleinen Flecken das Paradies finden. Eine kleine Brachfläche mitten in der Stadt reicht.“ Seit Jänner lebt Gebeshuber an den Wochenenden in Villach und ist Gründungsmitglied des Villacher Vereins „Bionikum Austria“. Unter der Woche lehrt sie an der TU Wien. Und auch ihre Hobbys sind nicht gerade alltäglich: Kamelreiten, Höhlenklettern, Geruchsstoffherstellung und edle Steine.

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