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Villachs Bürgermeister

Zwölf Dinge, die man über Günther Albel wissen sollte

Am Freitag wird Günther Albel offiziell als neuer Villacher Bürgermeister angelobt. Wir zeigen den Mann hinter dem höchsten Amt der Stadt.

Familienmensch: Günther Albel mit Gattin Lisa und den Kindern Hannah Sophie und Maximilian © KK
 

1.Günther Albels Traum vom Fußballprofi. Villachs künftiger Bürgermeister hätte auch als Fußballer Karriere machen können. Im Alter von 18 Jahren beendete allerdings eine schwere Verletzung mit Schien- und Wadenbeinbruch sowie kompliziert gerissenen Bändern im linken Sprunggelenk den Traum vom Fußballprofi. Albel war damals übrigens fixer Bestandteil der Kärntner U18-Auswahl. Auch heute schnürt Albel seine Fußballschuhe und kickt hin und wieder bei den „Torpedos“ in Magdalen. Dort läuft auch sein Polit-Kontrahent Peter Weidinger (ÖVP) dem Ball hinterher. Albel ist aber auch ein begeisterter Floorball- und Eishockeyspieler. Auch laufend ist der neue Stadtchef immer wieder anzutreffen. Beim Halbmarathon in New York zwang ihn allerdings eine Muskelverletzung zur Aufgabe.

2.Günther Albel ist ein Narr! Ja, man darf diesen Satz sagen, ohne Angst davor zu haben, dass man verklagt werden könnte – denn er entspricht den Tatsachen. Albel war sechs Jahre lang Mitglied der Villacher Faschingsgilde. Anders als in der Politik suchte er aber nicht die große Bühne, sondern war im Hintergrund tätig und half bei den Aufbauten. „Ein unglaublich fleißiger und handwerklich begabter Bursche“, sagt die Villacher Faschings-Legende Gernot Bartl.

3. Günther Albel schreibt gerne Briefe! Überhöhte Spritpreise, Kritik an den Töchtern in der Bundeshymne oder der Privatisierung von öffentlichem Eigentum und freilich an Jörg Haider. Günther Albel nutzte Anfang der Nuller-Jahre die Leserbriefseite der Kleinen Zeitung nicht selten, um seine Meinung publik zu machen. Wie er heute wohl dazu steht, dass er dabei Gerhard Mock in einem Brief als politisches Kleingewicht bezeichnete?

4.Günther Albel fährt selbst. Er werde ein Bürgermeister sein, der weiterhin mit dem Rad ins Büro fahre, kündigte Günther Albel an. Dennoch tauchte im Wahlkampf das Gerücht auf, sein Bruder werde künftig sein Chauffeur sein. Ein Gerücht mehr nicht. Werner Albel begleitete seinen Bruder lediglich während des Wahlkampfs.

5.Günther Albel teilte Strafen aus! Der designierte Bürgermeister war nicht immer Standesbeamter. Zu Beginn seiner Magistratskarriere war er im Strafamt tätig.

6. Günther Albel und die Kleine Zeitung. Am 13. Jänner 2001 hatte der designierte Bürgermeister seine erste Erwähnung in der Kleinen Zeitung und feierte gleich einen „feucht-fröhlichen“ Einstand. Das Bierlokal „Planet“ im Cineplexx wurde damals von neu eröffnet. Günther Albel half hinter der Theke aus, was er auch beim Ackern tat.

7. Günther Albels Start in die Politik. Albel war 25, als er den Vorsitz der Jungen SPÖ Villach übernahm und später auch im Vorstand der Jungen SPÖ Kärnten. 2003 wurde er Gemeinderat, weil ein Mandatar unerwartet auf seinen Sitz verzichtet hatte – Albel rutschte nach. 2006 stieg er zum Klubsekretär auf und bekleidete diese Funktion drei Jahre lang. 2012 wurde er Vizebürgermeister und am 1. März 2015 wurde er mit 55,46 Prozent der Stimmen zum neuen Bürgermeister gewählt.

8.Günther Albel ist ein Familienmensch. Seine Familie hat für Albel immer Priorität. Auch die Entscheidung, sich der Bürgermeisterwahl zu stellen, wurde wie er selbst sagt, „im Familienrat“ besprochen. Mit Gattin Lisa, die er 1999 kennenlernte ist Albel seit neun Jahren Jahren verheiratet. Zum Familienrat zählen auch Tochter Hannah Sophie (10) und Maximilian (8).

9.Günther Albel stammt aus einer Eisenbahnerfamilie. Albels Vater war Beamter bei der Eisenbahn, seine Mutter Verkäuferin. Der Herr Papa war zudem in der Stadtteilorganisation als Kassier politisch aktiv. Als Bub
war Günther Albel immer wieder mit seinem Vater unterwegs und lernte dadurch früh Politpersönlichkeiten wie den vor wenigen Monaten verstorbenen Herbert Schiller kennen und schätzen.

10.Günther Albel bleibt Standesbeamter. Erst seit Kurzem ist es offiziell, der neue Stadtchef darf weiterhin Trauungen vollziehen. Derzeit häufen sich die Anfragen. Auch ein prominenter Villacher lässt sich demnächst von ihm trauen. Das Einkommen aus diesem „Zweitjob“ spendet Albel zur Gänze notleidenden Kindern. Diese Arbeit bezeichnet er als Leidenschaft, mit der er andere Menschen (Ehepaare und eben Kinder) glücklich machen kann.

11.Günther Albel liebt Italien. Von Tarvis bis Sizilien. Die Familie Albel verbringt den Urlaub am liebsten in Italien. Wohl auch heuer, wohin genau es gehen soll, wird aber erst vom Familienrat entschieden.

12.Günther Albel gibt es zwei Mal. Günther Albel ist in seiner Stadt nicht allein: In Villach gibt es nämlich einen zweiten Günther Albel. Zwischen dem neuen Bürgermeister Günther Albel und dem Pensionisten Günther Albel gibt sogar verwandtschaftliche Bande. Immer wieder kommt es zu Verwechslungen, die für Schmunzeln sorgen. Vor allem wenn Telefonanrufe und Briefe beim falschen Albel landen.
THOMAS CIK, ANDREAS JANDL

Kommentare (5)

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g0m28ybgemayd6bup0pg3njrewcko0w1
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Zwölf Dinge......

....wenn er sich wesentlich vom " Patengehabe " Manzenreiter's entfernt, könnte es durchaus sehr positiv werden!
Meine Postings richten sich nicht nach der Person, sondern ausschließlich an Fakten!
Fakt ist, das die Stadt Villach, bis zum 1.03.2015 als einzige Gemeinde Österreichs die Totenbeschaugebühr auch von im LKH Verstorbenen ohne die geringste Leistung ihrerseits kassiert.... Fakt ist auch, daß die Gemeinde Villach auch als einzige Gemeinde Österreichs eine Friedhofsverwaltungsgebühr von € 55,-
für nahezu jeden Brief an Hinterbliebene verlangt..... Im übrigen Österreich" kostet "ein solcher Brief entweder gar nichts, oder höchstens € 2,50!!??????
Das sind Fakten, die mit Herrn Albel persönlich nichts zu tun haben, aber Er als Bürgermeister könnte dies sofort beenden!
Darum, geht es einzig und allein!!

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ocbo
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Informiern..

.. sie sich nochmal genau. §§ 1,6,8 K-BstG (Kärntner Bestattungsgesetz) -> Landesgesetz, wer ist da wohl in Gesetzgebung zuständig? Richtig, nicht die Gemeinde. Lesens sich einfach die §§ 6 und 8 durch und sie werden verstehen warum die Gemeinde die Gebühr kassiert.

Die Friedhofsverwaltungsgebühren werden wohl nicht nur für ein Brieferl verlangt, gibts im Brief keine angegebene Rechtsgrundlage?

lg

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Roland222
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Roland222

Rund herum ein sehr guter Bürgermeister wird der Herr Albel für Villach werden,,
ganz konträr zum Manze Gott sei Dank!!!

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wollanig
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abwarten

..

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Tanzteuferl
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Sage ich auch

ein Jahr beobachten und dann urteilen, dass in seinem Wahlkomitee auch Freimaurer der Loge Paracelsus vertreten waren ist bemerkenswert..

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