Von einem "Fest für den sozialen Wohnbau" sprach Helmut Kusternik, Vorstandsvorsitzender-Stellvertreter der Baugenossenschaft "meine heimat". 18 neue Mieterinnen und Mieter erhielten in Unterjeserz die Schlüssel zu ihren geförderten Wohnungen. "Die außergewöhnlich hohen Standards sind hier beim Wohnprojekt 'Charlottenhof' klar definiert: barrierefrei, nachhaltig, zentrumsnah, inklusiv und qualitativ hochwertig", betonte Kusternik. "Wohnen ist schon lange nicht günstig, aber Österreich hat das Erfolgsmodell des geförderten, gemeinnützigen Wohnbaus entwickelt, um für die Mieterinnen und Mietern die Wohnkosten deutlich geringer zu halten als am privaten Wohnungsmarkt."

Günstiger Mietzins

Demnach liegt der durchschnittliche monatliche all-inklusive Mietzins (also inklusive Heizung, Betriebskosten und Verwaltung) am Markt zwischen zwölf und 14 Euro pro Quadratmeter. Im Vergleich dazu liegen in Unterjeserz die Wohnkosten bei 8,39 Euro, der reine Mietzins sogar bei 5,13 Euro pro Quadratmeter.

Gewinn für die Gemeinde

Veldens Bürgermeister Ferdinand Vouk (SPÖ) wies in diesem Zusammenhang auf die Bedeutung des Einzuges von acht Klienten der Diakonie de la Tour in die Wohnanlage hin: "Ein Gewinn an Selbstständigkeit und Eigenständigkeit für Menschen mit besonderen Bedürfnissen, aber auch ein Gewinn für die gesamte Gemeinde – die Selbstverständlichkeit, Menschen mit Beeinträchtigungen als Teil der Gesellschaft wahrzunehmen, kann sich nur über Projekte dieser Art etablieren."

Nachhaltiges, grünes Wohnen

Neben innovativer Planung der Wohneinheiten wurde in Unterjeserz großer Wert auf nachhaltiges Bauen und Ressourcen schonende Energiegewinnung gelegt. Die Wärmeversorgung erfolgt über die Fernwärme mit Solarunterstützung. Die Wohnungen verfügen außerdem über großzügige Balkone und Gärten. Die Wohnungsgrößen belaufen sich zwischen 52 und 73 Quadratmeter. Gesamtkosten: rund vier Millionen Euro.