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DreiländereckMehr Betten sollen das Skigebiet retten

Baustart für Appartements am Dreiländereck soll noch heuer erfolgen. Evaluierung des Skigebietes im Gailtal für heuer geplant.

Unter der Woche hat das Dreiländereck zu wenig Auslastung
Unter der Woche hat das Dreiländereck zu wenig Auslastung © KK
 

Auch wenn das Skigebiet Dreiländereck jetzt im Winter sehr gut ausgelastet ist, schwebt über ihm das Damoklesschwert. Vor drei Jahren stand das Skigebiet fast vor dem Aus, noch immer kämpft die Bergbahngesellschaft um Liquidität. Für heuer hat das Land eine Evaluierung angekündigt. Weitere Investitionen und eine damit verbundene längerfristige Fortführung werden davon abhängen, was dabei herauskommt. Eine Vorgabe des Landes damals war, die Bettenanzahl zu erhöhen. Das sei laut Bürgermeister Erich Kessler (SPÖ) gelungen. 60 Betten mehr waren es in den vergangenen drei Jahren. Auch eine anstehende Investition einer holländischen Gesellschaft stimmt Kessler positiv. Diese plane in der Nähe der Talstation weitere Apartements mit insgesamt 50 Betten, davon vier Doppel- und zwei Einzelhäuser. Vier Appartement-Doppelhäuser hat sie in den letzten Jahren bereits fertiggestellt.

„Die Verhandlungen für das aktuelle Projekt laufen, wir rechnen heuer mit dem Baustart“, sagt Kessler. Allerdings werden die Appartements nicht wie ursprünglich geplant, auf Gemeindegrund bei der Talstation entstehen, sondern auf Privatgrund in der Nähe. Kessler: „Das ist einerseits schade, weil wir das Geld des Grundstückverkaufs dem Tourismus zufügen wollten, aber so ist es auch in Ordnung. Wir brauchen Betten, um das Skigebiet halten zu können. Das Problem ist, dass uns unter der Woche die Auslastung des Skigebietes fehlt. Sonn- und Feiertags ist sie mit 1000 Skifahrern sehr gut.“ Wie hoch die Investitionssumme der holländischen Gesellschaft ist, ist nicht bekannt. Insgesamt stehen aktuell in der Gemeinde 300 Betten zur Verfügung. Zumindest in der Wintersaison 2017/2018 gab es durch 6254 Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 10,1 Prozent, im Sommer gab es mit 16.436 Nächtigungen jedoch ein Minus von 5,2 Prozent.

100 Betten-Hotel in Hohenthurn geplant

Mehr Nächtigungen wünscht sich auch die Nachbargemeinde Hohenthurn. Laut Bürgermeister Florian Tschinderle (ÖVP) lassen ausländische Investoren derzeit einen Masterplan für ein 100 Betten-Hotel samt Casino auf dem Industrieparkgelände erstellen. Mit dem dort ansässigen Hotel- und Bordellbetrieb, der seinen Betrieb heuer um 60 Betten erweitern wird, soll das Millionen-Projekt laut Tschinderle nicht in Zusammenhang stehen. Laut dem Bürgermeister soll es für das Casino bereits Gespräche mit Novomatic geben. Landesjurist Albert Kreiner: „Eine Genehmigung kann nur das Finanzministerium erteilen, derzeit ist uns aber kein Konzessionsansuchen bekannt.“

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