AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

VillachSorge um freien Seezugang direkt am Faaker See

Wieder gibt es Gerüchte um Ende des freien Seezugangs in Egg. Laut Stadt gibt es bei Privatsee offiziell keinen freien Zugang.

Laut Verordnung ist „wildes Baden an Uferböschungen“ verboten, die Verordnung soll aufgehoben werden
Laut Verordnung ist „wildes Baden an Uferböschungen“ verboten, die Verordnung soll aufgehoben werden © Raunig
 

Der Blick auf den türkisblauen Faaker See und die dahinterliegenden Berge ist für viele unbezahlbar, der Sprung ins Nass gerade bei Schwimmern sehr beliebt. Der kleine Bereich in der bekannten Kurve in Egg liefert einen der wenigen öffentlichen Zugänge zum Faaker See. Immer wieder fürchten Gäste aber um den Seezugang. Bereits vor drei Jahren war von einem Zaun und einer Bootsanlegestelle die Rede. Bedenken, die die Gutsverwaltung Landskron als Seebesitzer zerstreute. Sogar die Einschränkung des Zugangs durch ein paar Bootsplätze wurde behoben, sechs Bootsplätze entfernt. Trotzdem sieht so mancher auch in diesen Tagen einen der raren freien Zugänge zum See in Gefahr. „Es gibt schon wieder Gerüchte, wonach unser Badeplatz geschlossen werden soll. Der Erhalt von solchen Plätzen rückt offensichtlich in den Hintergrund. Es gilt die Schließung dieses, den Villachern und Besuchern als Gewohnheitsrecht zugewachsenen und von ihnen ersessenen freien Seezuganges zu verhindern“, sagt etwa Helmut Friessner, der schon seit Jahrzehnten an dieser Stelle in die Fluten des Faaker Sees springt und ungern darauf verzichten möchte.

Faaker See hat eigentlich keinen freien Seezugang

Tatsache ist aber auch, dass es seit 1966 eine – allerdings nie vollzogene – Verordnung gibt. Diese besagt, dass das „wilde Baden entlang der Uferböschung verboten ist“. Um auf dieses Verbot hinzuweisen, wurden immer wieder Tafeln aufgestellt, die von Badegästen ebenso oft entfernt wurden. Die Geschäftsführung der Gutsverwaltung Landskron zeigt sich, was die Zukunft dieses Platzes anbelangt, abwartend. „Zuerst gehört die Rechtslage von den Behörden endgültig geklärt, ob die Verordnung ausgesetzt werden kann oder nicht.“ Erst dann könne man sich um die weitere Vorgehensweise Gedanken machen.

Magistratsjurist Alfred Winkler geht hier ins Detail: „Die bestehende Verordnung, die damals noch von der Gemeinde Maria Gail beschlossen wurde, soll bei der nächsten Sitzung des Villacher Gemeinderats aufgehoben werden. Die Stadt will einen noch offenen Zugang zum See nicht durch eine Rechtsvorgabe verhindern.“ Winkler ergänzt: „Der Faaker See ist ein Privatsee und hat daher eigentlich keine freien Zugänge zum Baden.“ Nur Wasser schöpfen und trinken sei an dieser Stelle erlaubt. Baden sei derzeit sogar strafbar. Eine Aufhebung der 52 Jahre alten Verordnung bedeute aber nicht, dass danach das Baden automatisch erlaubt sei. „Die Besitzer könnten trotzdem einen Zaun errichten, solange dieser naturschutzrechtlich und ortsbildrechtlich unbedenklich wäre“, so Winkler.

Friessners Sorgen bleiben somit bestehen. Er sieht neben der Stadt- auch die Landespolitik gefordert und will unter anderem die Initiatoren des Seenvolksbegehrens auf die Problematik in Egg hinweisen. Die Initiative sammelt Unterschriften für Erhalt und Schaffung von freien Seezugängen. Friessner ergänzt: „Es geht um mehr, als um ein bisschen frei zu schwimmen: Es geht auch darum, nicht von den letzten idyllischen Plätzen unserer schönen Landschaft ausgeschlossen zu werden.“

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung! Kommentieren