FinkensteinZwei Firmen setzen auf die Kraft der Sonne

Auf den Dächern von Panaceo und Austroflex in Gödersdorf wurde die drittgrößte Photovoltaikanlage Kärntens errichtet.

Auf den Dächern von Panaceo und Austroflex entstand die drittgrößte Photovoltaik-Anlage Kärntens © kk
 

Die Lösung kommt aus der Natur.“ Ein Slogan, mit dem die Firma Panaceo für seine Produkte im Gesundheitsbereich wirbt. Nun setzt der Betrieb aus Gödersdorf auch bei der Stromversorgung auf Nachhaltigkeit und die Kraft der Natur.

Auf dem Gelände von Panaceo und Austroflex wurde um knapp eine Million Euro die drittgrößte Photovoltaikanlage Kärntens errichtet. Mit einer Leistung von 1,4 Megawatt, einer Modulfläche von 9000 Quadratmetern und 5000 Photovoltaikmodulen. „Die Anlage wird rund 1,5 Gigawattstunden an erneuerbarem Strom produzieren. Mit diesem Strom kann man 250 Haushalt versorgen“, sagt Qualitätsmanager Horst Hraschan. Geplant und umgesetzt wurde das Projekt von der Klagenfurter Photovoltaik Installations GmbH (PVI). „Es war uns besonders wichtig, Systeme zu verwenden, die hinsichtlich des Eigenbedarfs der Produktionsstätten von Austroflex und Panaceo optimiert sind“, sagt Ingram Eusch von der PVI.

Panaceo @Austroflex

Austroflex. Produziert flexible, isolierte Rohrsysteme und Dämmlösungen. Der Betrieb aus Gödersdorf hat Kunden in mehr als 30 Ländern der Welt, darunter in Russland, den USA, Deutschland, Skandinavien und Südeuropa. Mitarbeiter 66, Jahresumsatz 16 Millionen Euro.
Panaceo. Erzeugt Produkte im medizinischen Gesundheitsbereich. Export in 17 Länder mit Schwerpunkt Europa. Der Jahresumsatz beträgt knapp 20 Millionen Euro.
Eigentümer beider Firmen ist Jakob Hraschan.

Der Strom wird nun in das Netz der Kelag eingespeist und aus diesem wieder entnommen. „Die Anlage erzeugt doppelt so viel Strom, wie die zwei Firmen zusammen verbrauchen“, sagt Hraschan. Dieter Maurer, Geschäftsführer bei Panaceo, zum Projekt: „Interessant ist auch, dass unsere Produkte und der Werkstoff, aus dem die Photovoltaikzellen hergestellt sind, auf dem Rohstoff Silicium basieren.“ Auch bei Austroflex zeigt sich Geschäftsführer Stefan Aichholzer zufrieden: „Wir stellen seit Jahren Dämmstoffe her, die helfen, weniger Energie zu verbrauchen. Die Photovoltaikanlage sehe ich da als logische und umweltfreundliche Ergänzung.“ Heute wird die Anlage übrigens feierlich eröffnet.

Kraftwerke

In Villach und im Bezirk Villach-Land gibt es zusammen 1116 Photovoltaik-Anlagen, die die Kärnten Netz GmbH mit Strom beliefern. 94 davon werden zu den großen PV-Anlagen gezählt, sie haben eine Leistung mit einem Maximum von mehr als 180 Kilowatt. „Die Zahl der Photovoltaik-Anlagen ist auch weiterhin im Steigen“, sagt Josef Stocker, Sprecher bei der Kelag. Trotzdem kommen nur zwei bis drei Prozent des in Kärnten produzierten Stroms aus PV-Anlagen. „Der Großteil wird mittels Wasserkraft gewonnen“, sagt Stocker.

Die derzeit größte Kraftwerksbaustelle ist das Gailkraftwerk Schütt, es wird aufwendig saniert und modernisiert. Es ist eines der ältesten Kraftwerke der Kelag und erzeugt seit mehr als 100 Jahren Strom. Ein weiteres Kelag-Projekt betrifft den Zlaner Stausee (Gemeinde Stockenboi), wo seit Kurzem mit Sanierungsarbeiten begonnen wurde. Dafür ist es notwendig den Stausee völlig zu entleeren.

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