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Stadt kauft mobile BarrierenAm Villacher Kirchtag wird Terrorschutz aufgebaut

Um 48.000 Euro hat die Stadt Villach zwölf "CitySafe"-Blöcke gekauft, um die Kirchtagsbesucher vor möglichen Anschlägen zu schützen. Bei der Auswahl der Blöcke wurde mit der Münchner Polizei kooperiert.

Der Villacher Kirchtag stellt als Großveranstaltung ein Ziel für Terroranschläge dar © Weichselbraun
 

Das Villacher Kirchtagsgelände wird heuer besser abgesichert, um etwaige Terroranschläge zu verhindern. Die Stadt Villach hat dafür zwölf so genannte "CitySafe"-Blöcke angekauft, die Fahrzeuge am Weiterfahren hindern. Die mobilen Barrieren wiegen jeweils 865 Kilogramm und sollen an potenziell gefährlichen Zufahrten zum Kirchtagsgelände angebracht werden. Damit will man die Festbesucher besser schützen.

Wenn ein Auto darauf zu fährt, wird es entweder gleich beim Anprall gestoppt oder das Fahrzeug verkeile sich derart unter der Bodenplatte, dass eine Weiterfahrt unmöglich sei, heißt es in einer Aussendung der Stadt. Bei der Auswahl der Barrieren hat Villach eng mit der Bayerischen Bereitschafts-polizei München kooperiert. Diese hat rund 50 verschiedene Sicherheits-System verglichen. Überzeugt hat bei diesem System die Robustheit und Flexibilität. Denn die Blöcke können trotz ihres hohen Gewichts bei Bedarf und sachgemäßer Bedienung einfach entfernt werden. "Richtig eingesetzt ist das System definitiv eine Verbesserung unserer Möglichkeiten“, sagt Villachs Polizeichef Erich Londer.

Barrieren-Vermietung geplant

Die zwölf Barrieren kosten 48.000 Euro. Laut Bürgermeister Günther Albel können sie nicht nur bei großen und kleineren Festen in Villach unkompliziert eingesetzt werden, sondern auch an externe Veranstalter tageweise vermietet werden: "Auch wenn wir die richtige Lösung gefunden haben, müssen wir immer im Hinterkopf behalten, dass es hundertprozentige Sicherheit bei Veranstaltungen leider nie geben wird."

In einer Aussendung meldet sich nun auch die ÖVP zu Wort: "Vor drei Jahren wurde Stadträtin Katharina Spanring von der SPÖ noch gefragt, ob sie einen Sonnenstich hätte, als sie forderte, dass bei Veranstaltungen - zum Schutz der Bevölkerung - Poller aufgestellt werden sollten", stellt ÖVP-Klubobmann Christian Pober fest. Die Stadträtin zeigt sich erfreut, dass ihre Forderung jetzt endlich umgesetzt wird: "Wieso kann man nicht einfach von Beginn an Ideen anderer Parteien aufgreifen und umsetzen?", bedauern Spanring und Pober.

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