PaternionBoot kenterte: Fischer verstorben

Tragödie auf dem Farchensee. Als Boot kenterte, konnte sich die Tochter ans Ufer retten. Ein 50-jähriger Fischer ging unter. Er verstarb Mittwochnachmittag im Klinikum.

Am Farchensee bei Stockenboi kam es Mittwochfrüh zu einem Unglück
Am Farchensee bei Stockenboi kam es Mittwochfrüh zu einem Unglück © Elisabeth Peutz
 

Mittwochfrüh ereignete sich am Farchensee in der Marktgemeinde Paternion im Bezirk Villach-Land ein tragischer Bootsunfall.

Laut Informationen der örtlichen Polizeiinspektion ruderte der Paternioner gemeinsam mit seiner 17-jährigen Tochter mit einem Boot auf den kleinen Bergsee unweit des Weißensees und begannen gegen 7 Uhr zu fischen. Eine halbe Stunde später hatte der Mann einen rund einen Meter langen Hecht an der Angel und begann diesen zu drillen. Im Zuge des Drills veränderte er seine Position im Boot. Durch diese Gewichtsverlagerung kam das Boot mit dem Heck unter Wasser und kenterte in einer Entfernung von rund 60 Metern vom Ufer.

Vater und Tochter schwammen beide gemeinsam in Richtung Ufer. Das Mädchen schaffte es als erstes, aus dem Wasser zu klettern, ihr Vater aber ging vorher unter. Die Tochter eilte sofort zu einem nahe gelegenen Anwesen. Von dort wurde die Rettung verständigt.

Sofort eilte der 67-jährige Bewohner des Anwesens zum Farchensee, um dem 50-Jährigen zu helfen. Auch zwei Brüder (21 und 23 Jahre alt) von einem anderen Anwesen waren zur Stelle. Sie ruderten von ihrem Bootshaus zur Unfallstelle auf den See. Dort fanden sie den 50-jährigen Fischer leblos im Wasser treibend vor. Der Mann wurde geborgen, die Helfer führten Erste Hilfe-Maßnahmen durch, bis der Rettungshubschrauber RK1 eintraf. Noch während des Fluges ins Klinikum Klagenfurt wurde die Reanimierung fortgesetzt. Dem Mann konnte jedoch nicht mehr geholfen werden. Er verstarb Mittwochnachmittag im Klinikum.

Die 17-jährige Tochter des Mannes blieb unverletzt, ist aber schwer geschockt. Das Boot wurde von den Ersthelfern und der Freiwilligen Feuerwehr geborgen.

Im Einsatz standen der Rettungshubschrauber, ein Fahrzeug des Roten Kreuzes, ein First Responder, die Freiwillige Feuerwehr Kreuzen mit vier Leuten und einem Fahrzeug, die Hauptfeuerwache Villach mit zwei Leuten und einem Fahrzeug sowie drei Polizeistreifen mit insgesamt fünf Leuten.

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