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InnenstadtAus Leerflächen Wohnungen machen

Villachs Bürgermeister will die Innenstadt durch die Schaffung von Wohnraum beleben. St. Veit und Völkermarkt machen es vor.

Genossenschaften kommen Projekte in der Innenstadt vielfach zu teuer. Derzeit baut die „Neue Heimat“ in St. Leonhard. Es entstehen 39 Wohnungen © Hannes Pacheiner
 

Finale in der Franz-Jonas-Straße und im Ramserweg in Villach. Zwei der derzeit größten geförderten Wohnbauprojekte stehen kurz vor der Schlüsselübergabe. Die Genossenschaften „Meine Heimat“ und „Neue Heimat“ errichten an den Standorten in Summe etwa 100 Mietwohnungen zwischen 50 und 90 Quadratmetern.
Objekte, die zu den 4300 bestehenden Genossenschaftswohnungen in Villach dazu kommen, die Zuweisung liegt zu 70 Prozent bei der Stadt. „In der Regel ist es so, dass die Stadt den Genossenschaften den Grund abtritt und diese dann bauen“, erklärt Wohnungsreferent Erwin Baumann (FPÖ). Künftig könnte aber die Stadt selbst wieder als Bauträger einspringen. „Bis zu den 70er-Jahren hat die Stadt selbst gebaut. Das sollten wir vor allem im Bereich der Innenstadt wieder tun, um günstigeren Wohnraum zu schaffen und den Stadtkern zu stärken“, kündigte Villachs Bürgermeister Günther Albel (SPÖ) im Interview mit der Kleinen Zeitung an. Wie genau das aussehen soll, will Albel in Gesprächen mit den anderen Parteien besprechen. „Entweder die Stadt kauft Leerstände oder Grünflächen und baut selbst, oder Genossenschaft übernehmen die Bautätigkeiten“, erörtert Albel. Die Idee der Revitalisierung findet sich auch im „Plan V“ von Gemeinderat Richard Pfeiler: „Häuser, die keine andere Nutzung mehr aufweisen, sollten zu Wohnungen umfunktioniert werden.“

In der Franz-Jonas-Straße baut die „Meine Heimat“ Foto © Hannes Pacheiner

Die angedachte Kooperation zwischen Stadt und Genossenschaften gibt es bereits in Völkermarkt. Die Gemeinde hat mehrere Objekte in der Innenstadt erworben, die Genossenschaft „Meine Heimat“ erbaut darin Wohnungen. „Wir haben drei alte Häuser im Zentrum gekauft, die 21 Wohneinheiten werden im Juli bezogen und ein viertes Projekt steht schon in den Startlöchern. Natürlich kostet das, aber es geht nicht um das Finanzielle, sondern um die Belebung, die Innenstädte dringend brauchen“, sagt Valentin Blaschitz (SPÖ), Bürgermeister von Völkermarkt.

Helmut Manzenreiter, Vorstandsobmann der Genossenschaft„Meine Heimat“ begrüßt die Zusammenarbeit. „Wir stehen auch für Villach als Partner zur Verfügung. Für Genossenschaften ist ein Bau in der Innenstadt aufgrund der höheren Grundstückspreise kaum möglich. “ Auch Wolfgang Ruschitzka, Geschäftsführer der Landeswohnbau Kärnten mit den gemeinnützigen Wohnbaugesellschaften Neue Heimat, Kärntner Heimstätte und GWG Villach, sieht in einer Kooperation mit der Stadt den einzigen Weg Innenstadt-Wohnbau zu realisieren. „Vorstellbar wäre für Stadtzentren durchwegs die Errichtung von Wohnraum auf fremdem Grund, einem sogenannten ,Baurecht’. Anstelle teurer Anschaffungskosten für Grundstücke wären dabei lediglich Mittel für zumeist günstige Baurechtszinse aufzubringen. Dies wirkt sich zugleich kostengünstig auf die Mieten aus.“

In der Innenstadt gibt es derzeit rund 50 Leerstände, nur ein Drittel davon kann im aktuellen Zustand weiter vermittelt werden.

Kommentare (1)

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GordonKelz
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Lesenswert?

Mein Kommentar dazu ist ....

...wohl verloren gegangen...?
Gordon Kelz

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