VillachNach Großbrand: "Wir wollen das Werk wieder aufbauen"

350 Feuerwehrleute bekämpften am Dienstag den Großbrand in der Villacher Firma 3M. Der Schaden ist enorm. Die Brandursache ist Gegenstand von Ermittlungen.

© KLZ/Weichselbraun
 

Am Dienstag in den frühen Morgenstunden heulten in Villach gleich mehrmals die Sirenen: Im Gebäude des Polier- und Schleifmittelerzeugers 3M in der St. Magdalener Straße war aus bisher unbekannter Ursache ein Feuer ausgebrochen. Die Lagerhalle stand in Vollbrand. Der Feuerschein war weithin zu sehen.

350 Feuerwehrleute bekämpften den Großbrand. "Wir sind froh, dass niemand zu Schaden gekommen ist“, sagen die 3M-Geschäftsführer Walter Flaschberger und Jens Milde erleichtert. Immerhin waren 80 Mitarbeiter im Gebäude, als der Brand ausgebrochen ist. Sie konnten fliehen.

Villach: Firmengebäude in Vollbrand

Zur Brandursache können die Geschäftsführer nichts sagen. „Das muss noch ermittelt werden“, so Flaschberger. Was man weiß, schildert sein Kollege Milde: „Die Brandmeldeanlage hat in der Früh Alarm gegeben.“ Und zwar nahe dem Sinterofen, in dem die Produkte der Firma gebrannt werden. Diese Härtung erfolgt bei Temperaturen bis zu 3000 Grad Celsius. Solche Öfen werden nie ausgeschalten, sondern laufen durchgehend.

Nach Großbrand: Bilder aus dem Inneren des zerstörten Villacher Werks

350 Feuerwehrleute bekämpften am Dienstag den Großbrand in der Villacher Firma 3M.

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Klicken Sie sich durch die Bilder. Sie zeigen, welche Zerstörung das Feuer in dem Villacher Werk angerichtet hat.

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Gegenüber dem ORF Kärnten sagte Milde aber, dass das Werk wieder aufgebaut werden soll: "Das ist unser Plan." Ein Teil des Werks sei schwer beschädigt worden. Die anderen Bereiche sollen nun "so schnell wie möglich" wieder zum Laufen gebracht werden. Wie hoch der Schaden ist, sei noch nicht klar, sagte  Milde in der ORF-Sendung "Kärnten heute".

Das Landeskriminalamt hat bereits die Ermittlungen aufgenommen. "Sie werden sicher eine längere Zeit in Anspruch nehmen", sagt Chefinspektor Werner Mochorko. Die Staatsanwaltschaft hat einen Sachverständigen eingesetzt. Wie lange die Ermittlungen dauern werden, ist ebenfalls noch nicht absehbar. 

Feuerwehr-Großeinsatz bei Firma 3M in Villach

Am Mittwoch waren noch etwa 15 Feuerwehrleute vor Ort. "Über Nacht wurde Brandwache gehalten. Jetzt räumen wir auf und pumpen Keller aus", sagt Harald Geissler,  Kommandant der Hauptfeuerwache Villach.

Der Multitechnologiekonzern 3M übernahm vor sieben Jahren die Firma Rappold Schleifmittel am Standort Villach, als eine Partnerschaft mit der Winterthur Technology Group (WTG) eingegangen wurde. Es sind rund 350 Mitarbeiter in Villach beschäftigt. Sie produzieren eine große Auswahl an Schleifmaschinen, Schleifmitteln und Zubehörprodukten. Hier werden Trennscheiben und keramische Schleifscheiben hergestellt, die in der Automobil-, Turbinen-, Lager-, Bau- und Stahlindustrie Einsatz finden.

Villach: Mehr als 300 Feuerwehrleute kämpften gegen Großbrand

Bei der Firma 3M in Villach brach am Dienstag in den frühen Morgenstunden aus unbekannter Ursache ein Brand aus. Über 300 Feuerwehrleute und der Polizeihubschrauber Libelle waren im Löscheinsatz. Das Firmengebäude stand in Vollbrand.

KK/FF Gödersdorf

Der Rauch war weit über Villach zu sehen und ist binnen weniger Stunden bis Pörtschach gezogen.

KK/Antenne Kärnten

Die Landesalarm- und Warnzentrale (LAWZ) warnte die Bevölkerung bis Velden, die Fenster und Türen wegen der starken Rauchentwicklung geschlossen zu halten. Im Rauch sollen sich zum Glück keine gefährlichen Stoffe befinden.

KK/FF Arnoldstein

Über 300 Feuerwehrleute standen im Löscheinsatz.

KK/FF Arnoldstein

Auch aus der Luft wurde gelöscht. Hierzu war der Polizeihubschrauber Libelle im Einsatz, der das Wasser mittels Löschkübeln aus der Drau holte.

KK/Polizei

Mittlerweile ist der Brand unter Kontrolle. Die Nachlöscharbeiten werden aber noch den Tag über andauern.

KK/Polizei
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KK/FF Tschinowitsch-Turdanitsch
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KLZ/Helmuth Weichselbraun
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KLZ/Claudia Lux
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Produziert werden diese auf hochmodernen Geräten wie einer Rundtischpresse und vollautomatischen Kontroll- und Sortieranlagen. Die Produktionshalle ist nun zerstört. Wie hoch der Schaden genau ist, kann man noch nicht sagen. Er geht vermutlich in die Millionen.

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