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Diskussion

Aichwaldsee-Sauna bleibt Thema, Gemeinderat tagt am Dienstag

Die Bürgerinitiative "Rettet den Aichwaldsee" lud Gemeinde und Investor zur Diskussion über die Zukunft des Aichwaldsees. Seesauna bleibt weiterhin Thema, die Chalets hingegen werden nicht gebaut.

Am Podium: Bürgermeister Walter Harnisch, Nada Zerzer (Bürgerinitiative), Michaela Widnig-Tiefenbacher, Moderator Thomas Cik, Martin Schriebl-Rümmele (Bürgerinitiative), Investor Franz Petschnig (von links) © Santner
 

Als Teilerfolg für das Naturidyll wertete die Bürgerinitiative „Rettet den Aichwaldsee“ den Ausgang ihrer Diskussionsveranstaltung am Montag in Oberaichwald. Nach der medialen Aufregung sollte geklärt werden, was genau im Gemeinderat beschlossen wurde und künftig am Aichwaldsee geschehen wird.

„Fix ist, dass die Chalets nicht kommen. Jetzt gilt es für uns zu schauen, ob diese Aussagen auch nach dem ersten März halten“, brachten es Nada Zerzer und Martin Schriebl-Rümmele von der Bürgerinitiative auf den Punkt. Bürgermeister Walter Harnisch gab nämlich in der Diskussion bekannt, „dass mit der Widmung Grünland-Bad keine Chalets gebaut werden dürfen.“ Eine Sauna sei laut Rechtsauskunft möglich. „Jede Veränderung dort ist aber natürlich nach Wasser-, Gewerbe-, Bau- und Naturschutzrecht neu zu verhandeln“, stellte Harnisch klar.

Was geplant ist

Pächter Franz Petschnig veranschaulichte seine Pläne. „Ich investiere in der ersten Stufe 180.000 Euro in die Adaptierung des Gastraumes, Stege, Holzliegen, Kinderspielplatz und mache das Haus winterfest. Zudem baue ich eine Seesauna. Dazu gibt es noch keine Details und über ungelegte Eier spreche ich nicht.“ Die Chalets seien vom Tisch, als Pächter wolle er investieren. „Aber falls der Bau der Sauna auch nicht möglich ist, bleibt alles, wie es ist und ich steige aus dem Vertrag nach einem Jahr wieder aus.“ Auf die Frage, ob sich so eine Investition rechne, antwortete er: „Das geht niemanden etwas an.“

Michaela Widnig-Tiefenbacher, Obfrau des Tourismusverbandes, freut sich indes auf Gespräche mit Petschnig. „Investitionen in den Tourismus sind immer zu begrüßen. Sie sollten aber nachhaltig, also enkeltauglich sein.“ Ganzjahresbetriebe wären für die Region wünschenswert, „aber nicht um jeden Preis“.

Klar wurde Bürgermeister Harnisch, dass die Gemeinde im Vorfeld zu wenig kommuniziert habe. „Die Kritiker waren im Vorteil, aber es hat sich bei uns in der Gemeinde niemand aufgeregt.“

Die Diskussionen rund um den Aichwaldsee sind noch nicht abgeschlossen. Am 3. Februar gibt es einen Sondergemeinderat im Kulturhaus Latschach (16 Uhr). Auf der Tagesordnung stehen unter anderem die Aufhebung des Beschlusses über die Verpachtung und auch die Überprüfung der Kosten des Badehauses. DANJA SANTNER

Kommentare (4)

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n4a89pbtnb3yzh97owry84apnvne15zi
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Die Sauna allein wird ihm nicht den gewünschten Umsatz bringen.Was folgt dann?

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earlofcarinthia
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also ich würde zuerst prüfen ob der Investor überhaupt ein geld hat und nicht wieder alles auf pump gemacht wird.
und er soll sich verpflichten auch mit seinem Privatvermögen zu haften.
die gemeinde sollte sich verpflichten alles wieder in den Urzustand setzen wenn das Projekt pleite geht.

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earlofcarinthia
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dann wird er pleite gehen
dann weis man nicht was mit der Liegenschaft machen
dann kommen die Wohnungen

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SafronSid
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Eine sehr interessante Veranstaltung:

Der Gewinner: Herr Petschnig- der "böse" Investor.

Sonst? Eine schwache Bürgerinitiative (die nicht einmal nachgefragt hat), die Presse (die nicht recherchiert hat - sondern Meinungen transportiert), verwirrte Lokalpolitiker und Trittbrettfahrer - schämt Euch!

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