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Finkenstein

Personenkomitee will die Natur am Aichwaldsee retten

Bürgerinitiative präsentiert Unterstützer zur Rettung des Naturjuwels und lädt am kommenden Montag zur Informationsveranstaltung mit dem Investor und Mandataren.

„Das Strandbad Aichwaldsee bleibt der Öffentlichkeit zugänglich“, versichert Bürgermeister Walter Harnisch
„Das Strandbad Aichwaldsee bleibt der Öffentlichkeit zugänglich“, versichert Bürgermeister Walter Harnisch © Santner
 

Die Forderung nach Transparenz und die Chance auf eine völlig neue Diskussion erhofft sich die Bürgerinitiative „Rettet den Aichwaldsee“ mit einer Informationsveranstaltung am kommenden Montag. „Wir laden sowohl Vertreter des Gemeinderats als auch den Investor zum Dialog ein“, sagt Martin Schriebl-Rümmele, Sprecher der Bürgerinitiative.

 

Diskussion

Reden Sie mit! Am 26. Jänner wird im Naturel Hoteldorf Schönleitn in Oberaichwald öffentlich über die Pläne für den Aichwaldsee diskutiert. Mit dabei sind Vertreter der politischen Parteien und der Investor. Moderation: Thomas Cik, Kleine Zeitung. Der Eintritt ist frei! 

Sie präsentierte gestern auch ein Personenkomitee, das sich für nachhaltige Alternativen statt Verbauung und Privatisierung am Aichwaldsee einsetzt. Als Unterstützer sind unter anderem Künstler Valentin Oman, Tourismusexperte Ferdinand Posnik und Björn Zedrosser vom Villacher Alpenverein angeführt. „Uns geht es natürlich um den Naturschutz und darum, den freien Zugang zu Erholungsräumen für die Öffentlichkeit sicherzustellen“, erklärt Zedrosser. Das Beispiel Aichwaldsee verfolgen der Alpenvereinsvorstand und er mit Besorgnis. „Ich hoffe nicht, dass die Gemeinde Finkenstein zum Wiederholungstäter wird, wie einst beim Faaker See.“
Posnik hingegen hinterfragt das Konzept der touristischen Nutzung des Aichwaldsees. „Aufgrund der Zahlen wäre es sinnvoll, die Auslastung und nicht den Ausbau zu forcieren. Der Trend geht in Richtung Attraktivierung von Erlebnisräumen für Einheimische und Gäste. An dieser Entwicklung könnten auch die Anrainer mitarbeiten.“ Dieses Gesamtkonzept fordert auch die Bürgerinitiative. Schriebl-Rümmele: „Außerdem wollen wir die volle Transparenz über die Pläne des neuen Pächters sowie die Kosten des zu erwartenden Baus.“ DANJA SANTNER

 

Interview

Bürgerinitiative, Unterschriftenlisten, Volksbegehren – der Widerstand gegen Pläne für den Aichwaldsee ist enorm. Was lief im Vorfeld falsch?
WALTER HARNISCH: Wir werden ständig mit Dingen konfrontiert, die nicht spruchreif sind. Die Verunsicherung in der Bevölkerung ist groß, es gibt Aufklärungsbedarf.
Was ist spruchreif?
HARNISCH: Wir haben einen Pachtvertrag beschlossen, der dezidiert die Auflage enthält, den See für die Öffentlichkeit zugänglich zu lassen. Der Badeeintritt darf jenen des Strandbades Faak nicht überschreiten. Es ist keine Rede vom Ausverkauf des Naturjuwels oder Zubetonieren. Wir haben einer möglichen zusätzlichen touristischen Infrastruktur zugestimmt. Gäbe es Pläne, sind diese im Detail immer mit uns abzustimmen und abermals zu beschließen.
Warum waren einige Gemeinderäte darüber nicht informiert?
HARNISCH: Wir haben alles vorab im Vorstand besprochen, sonst brächten wir ja keinen Beschluss zusammen. Die Unterlagen liegen in der Gemeinde auf. Es gibt auch eine Holschuld der Mandatare, sich über einzelne Punkte zu informieren.
Alles Wahlkampfgeplänkel?
HARNISCH: Nicht alles. Aber es ist wohl ein guter Zeitpunkt, um eigene Interessen voranzubringen.

Kommentare (7)

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spanheimer25
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Warum?

Warum in Zeiten wie diesen ein austauschbares 08/15 Tingel-Tangel Projekt – Pardon, natürlich handelt es sich um Chalets, übers Knie brechen?

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spanheimer25
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Warum?

Es bedarf keiner “Aufklärung”, keiner zusätzlichen Informationen, nicht der Ausräumung von “Missverständnissen”, keiner Rechtfertigung, keiner Schönfärberei, keiner Hinterfragung, keiner gut gemeinten Absichten, keines Ausblicks auf rosige Zeiten, nicht des selbstlosen Weitblicks des Bürgermeisters und schon gar nicht der “Vision” oder dem unverständlichen Kopfschütteln des Unternehmers und Investors. Das geplante Projekt am Aichwaldsee in welcher Form auch immer und sei es noch so lockend, lukrativ, “zukunftsweisend” usw. ist entbehrlich und für die Menschen vor Ort so notwendig wie der sprichwörtliche “Kropf”. Warum muss offensichtlich mit aller Gewalt ein kleines eher unscheinbares Gewässer wie der Aichwaldsee aus seiner verschlafenen scheinenden Idylle, reizvoll, unverwechselbar, naturbelassen und von “seinen” Menschen seit Generationen gerade deswegen geschätzt und geliebt dem Hype des Neuen, Spektakulären und wirtschaftlichen, monetären Interessen geopfert werden? Warum i

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PRESSEKONFERENZ der Bürgerinitiative.......bitte, hööören und staunen SIE........

https://www.youtube.com/watch?v=-hfnAT0RKho

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gintonicmiteis
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Das muss die Politik halt noch lernen:

ZUERST die Leute informieren anstatt alles im Stillen Kämmerchen auszumachen. Dann gäbe es wohl weniger "Aufklärungsbedarf" im Nachhinein...

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25c3hbfhdxmqyjguo9em9i5af57i866z
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http://www.kleinezeitung.at/k/kaernten/chronik/4029430/Klagenfurt_Mutburger-fur-mehr-Burgerbeteiligung

.....höööören und staunen SIE SELBST.......ja, Transparenz wäre nötig.....in sehr, sehr vielen Angelegenheiten in Kärnten

Wir haben gearbeitet und arbeiten weiterhin;

http://diemutbuerger.at/blog/
http://diemutbuerger.at/

Link: Forderungen zur Verfassungsänderung

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ness
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Bürgerinitiative Rettet den Aichwaldsee

Ja, da schau her - plötzlich rudern alle zurück! Vielleicht hätte man die Bevölkerung früher informieren sollen...

Initiative besorgter BürgerInnen gegen den Ausverkauf des Aichwaldsees:
http://www.rettet-den-aichwaldsee.at
https://www.facebook.com/rettetdenaichwaldsee?ref=hl

Petition an den Bürgermeister der Gemeinde Finkenstein:
http://www.avaaz.org/de/petition/Walter_Harnisch_Buergermeister_der_Marktgemeinde_Finkenstein_am_Faaker_See_Rettet_das_Landschaftsschutzgebiet_Aichwaldse/?cLmGMcb

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n4a89pbtnb3yzh97owry84apnvne15zi
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Und warum zahlt der Investor freiwillig das 10 fache der Pacht?Ihm wurden woll Dinge versprochen,von denen jetzt keiner was wissen will.

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