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Hüttenberg

Harrer-Haus in Knappenberg wird still und leise verkauft

Das Haus von Heinrich Harrer wird ab 15. Oktober zum Kauf angeboten. Das passiert nicht gerade mit Pauken und Trompeten - ohne Makler, nur über die Homepage der Gemeinde und die Amtstafel.

© Gert Köstinger
 

Im Jahr 1985 wurde das Haus von der Gemeinde für Heinrich Harrer in der Knappenberger Barbara-Siedlung errichtet – im Gegenzug gab es Ausstellungsexponate für das Harrer-Museum. Es verfügt über 111 Quadtratmeter Wohnfläche und 3000 Quadratmeter Grund, Sauna und Weinkeller. Das Haus wurde mit einem gerichtlich beeideten Gutachten auf 141.000 Euro Verkehrswert geschätzt.

Um diesen Preis wird es angeboten, was von vielen prominenten Görtschitztalern heftig kritisiert wird. „Man tritt hier Geschichte und Zukunft mit Füßen“, sagt zum Beispiel die ehemalige Chefin der Norischen Region, Helga Kurat. „Mit 15. Oktober wird der Verkauf öffentlich kund gemacht“, berichtet Hüttenbergs Amtsleiterin Ingrid Neubauer.

Das geschieht über die Homepage der Gemeinde und über einen Aushang. Einen Makler zieht man nicht hinzu, auch von Online-Immobilienplattformen hält man Abstand. „Es gibt ständig Interessenten, die sich das Haus anschauen“, sagt Neubauer. Zu den potenziellen Käufern gibt es keine Auskunft, nur so viel: Ein Naheverhältnis zu Harrer sei meistens da.

Name macht den Preis

Regionale Makler verwundert die Vorgehensweise ein wenig. Alle sind sich einig, der Name Harrer könnte bei guter Vermarktung einiges an Wertsteigerung bringen. „Da ist nicht nur die Immobilie zu bewerten, sondern auch der Name Harrer“, sagt Bernhard Fasching von „Immobilien in Kärnten“ mit Sitz in Wieting. Alle sind vorsichtig mit einer Bewertung, aber Fasching gibt dem Haus „155.000 bis 160.000 Euro“. Auch verbliebenes Mobiliar sei einiges wert.

Hätte Rudolf Lehner von GlanReal Immobilien in St. Veit das Haus in seinem Portfolio, wäre auch für ihn Harrer der Aufhänger. Und jemand mit einem Faible für Harrer, würde auch „gut zahlen“. Er würde das Haus im Internet und auch per Anzeigen vermarkten – und das nicht nur in Österreich, sondern auch in Deutschland.

MICHAELA AUER

Kommentare (5)

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erstdenkendannsprechen
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Soviel ich weiß (aus Erfahrung bei meiner Haussuche)

verkaufen die meisten Kommunen ihre Häuser ohne Makler - einfach weil so keine Maklerprovision anfällt. Bei dem Verkaufswert dürften das wohl ein paar tausend Euro sein.
Ich finde es übrigens besser, dass das Haus so verkauft wird. Nicht alle - wahrscheinlich sogar der kleinere Teil - jener Menschen, die sich für dieses Gebäude ob seines ideellen Wertes (Vorbesitzer) interessieren, werden die dicke Brieftasche haben.
Zur Vermarktung, die weiter unter einer kritisierte: Es wird immer nur einen beschränkten Personenkreis geben, der sich dafür interessiert. Werbung um Millionen, dafür vlt. um 25% mehr Besucher - das gab es in Kärnten ja lange genug.

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ingalf_burghund
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... welche einfältigen geisteskinder ...

... der hüttenberger kommune sind denn da am werken? ... da verschafft „die marke“ harrer dem örtchen seit vielen jahren überregionale bekanntheit und keiner erkennt das potential, das diesem gesamtpaket (person harrer/“7tagetibet-blockbuster“/verschränkung dalailama/heinrichharrer etc.) innewohnt ... anstatt auf dieser basis ein stimmiges touristisches konzept zu entwickeln, welches dieser ehemalige hauptort des drangsalierten görtschitztales verdient hätte, lässt man es zu, dass die zunft der unbedarften kommunen-manager eine kulturell relevante immobilie an einen bestbieter versilbern ... vielleicht sollten jene, die in einer ehemaligen immobilie der hüttenberger gewerken in der landeshauptstadt „ihre dienste versehen“ dieser einfältigen vorgehensweise einhalt gebieten ... äußerstenfalls durch den kauf dieses immobilen kleinodes ...

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Momi60
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Aha...! Sollen vielleicht Trompeten blasen beim verkaufen?. Wem immer es jetzt gehört der darf es still und leise... Aber keine Angst wirklich "still und leise" wirds sicher nicht verkauft, dafür ist schon der Begriff Harrer zu laut...

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95ani133amj5vvhfpdn6jktu0uv3v90z
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Wenn das Haus der Gemeinde gehört, dann darf sie damit machen, was sie will.

Sind die Bürger mit dem Verkauf nicht einverstanden, können sie ja auf die Straße gehen und demonstrieren oder den BM bei der nächsten Wahl abwählen.

Und es liegt in der Natur der Sache, das sich die Makler aufregen. Bei einem Verkaufswert von 160.000 Euro erhält der Makler 4.800.- Euro Provision.

Übernimmt den Job die Gemeinde selbst, erhalten sie nix.


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docdante
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Makler...

braucht man wie die Faust aufs Aug...:-)

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