Murau/St. VeitTrauriges Ende für ausgebüxtes Känguru

Im Sommer entkam ein Känguru im Bezirk Murau und hoppelte danach monatelang im steirisch-kärntnerischen Grenzgebiet umher. Alle Versuche, das "Phantom" einzufangen, scheiterten. Mittlerweile hat das Beuteltier ein trauriges Ende ereilt.

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Das Känguru wurde auch im Murauer Ortsteil Probst gesichtet
Das Känguru wurde auch im Murauer Ortsteil Probst gesichtet © Peter Haselmann
 

Die Beamten der Polizeiinspektion Murau trauten ihren Ohren kaum, als im Juli die ersten Hinweise in der "tierischen Causa" einlangten: Ein Känguru würde frei in der Region herumhoppeln. Es sei etwa im Bereich des Leonharditeichs, einem beliebten Naherholungsgebiet, gesichtet worden. Was die Polizisten anfangs noch für einen kuriosen Scherz hielten, stellte sich aber rasch als wahr heraus. Tatsächlich war ein in der Region gehaltenes Beuteltier ausgebüxt und "erkundete" nun seine Umgebung. 

Kommentare (4)
Gelernter Ösi
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In Österreich sterben jährlich rund 80.000 Wildtiere, weil sie von einem Auto an- oder überfahren werden.

Die Dunkelziffer ist sicher höher, weil viele für das Auto "leichte" Touchierungen für das Tier so enden, dass es sich noch im Wald ein Wundbett sucht, aber dort elendiglich verendet. Mich wundert es, dass wir beim Straßenverkehr eigentlich jahrzehntelang derart viele Unfälle - natürlich auch mit furchtbaren Todesfolgen für Menschen - einfach hinnehmen. Bei Arbeitsunfällen wird jeder einzelne Fall minutiös aufgearbeitet und müssen Maßnahmen ergriffen werden, dass das nicht mehr geschehen kann. Beim Risiko Auto passierte seit Jahrzehnten eigentlich nicht wirklich was (nur für den Lenker und die Insassen gab es sicherheitstechnische Verbesserungen), obwohl es permanent kracht (alle 7 Minuten wird ein Wildtier zusammengeführt in Österreich) und Mensch und Tier zu schaden kommen. Dem Fetisch Auto und Individualverkehr wird alles untergeordnet.

Hausberger
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„Ich bremse

bei Mensch und Tier“ gibt es als Aufkleber!

FRED4712
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und was jetzt?

autos abschaffen?....

Gelernter Ösi
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100% wird es nicht geben können, schon klar

Es gibt aber schon Technik, die für das autonome Fahren entwickelt wurde, wo nicht auf mehr Sicherheit im Fall des Aufpralls, sondern auf die Vermeidung des Zusammenstoßes hingearbeitet wurde. Dieser Denkansatz war anscheinend bei den menschgesteuerten Autos lange tabu. Man muss als Herr im Auto selbst rasen dürfen und wenns kracht, macht eh der Airbag auf. Auch Wildkorridore, Wildtunnel, Wildbrücken könnten nicht nur auf ein paar Autobahnen beschränkt werden. Manche Wildwechsel sind die letzte Möglichkeit für Wildtiere, auf die andere Talseite zu gelangen. Auch da brettern die Autos gnadenlos durch und die Jäger können hundertemale ausrücken, um Rehe mit 4 abgebrochenen Läufen zu erlösen - wenn sie sie überhaupt finden, weil die flüchten ja auch noch auf den Beinstummeln.