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Kleine Wappenkunde Konflikt mit Ungarn als Grundlage für das Wappen

Ein Konflikt mit Ungarn war der Ausgangspunkt für das heute noch gebräuchliche Wappen Hüttenbergs.

Die Hochöfen der Heft: Symbol des florierenden Bergbaus und Attraktion der Landesausstellung 1995 © Weichselbraun, KK
 

Die Faschingsnacht 1489 hatten sich die Hüttenberger wohl anders vorgestellt: Statt zu feiern, mussten sie einen Angriff ungarischer Truppen auf ihre Eisengruben abwehren. Das umliegende Gebiet war damals in die Auseinandersetzung zwischen Erzbischof Bernhard von Rohr und Kaiser Friedrich III. geraten. Dieses Scharmützel im sogenannten „ungarischen Krieg“ ging gut für die Hüttenberger aus – sie konnten den Angriff der Ungarn abwehren und ihr Eisenvorkommen retten.
Möglicherweise als Belohnung für ihre Tapferkeit erhielt der Markt ein Wappen vom Kaiser verliehen: Es zeigt die Verteidigung des Hüttenberger Marktes gegen die Ungarn und legt gleichzeitig den Besitzanspruch des Kaisers auf das Bergrevier fest.
Aus dem Wappen lässt sich auch der Name Hüttenbergs herauslesen – „Behüte den Berg“ oder kürzer „B’hüt den Berg.“ Nachdem sich der Ort aber schon 1266 erstmals urkundlich nachweisen lässt, fällt diese Erklärung für den Ursprung des Ortsnamens aus.
Vielmehr hat der Namen mit der über Jahrhunderte prägenden Eisenverhüttung in der Umgebung zu tun. Bis zur Einstellung des Eisenbergbaus im Jahr 1978 war Hüttenberg das Zentrum der Kärntner Eisenwurzen, die schon von den Römern in der Antike als „ferrum noricum“ geschätzt wurde.
Mit dem 20. Jahrhundert endete aber diese wirtschaftliche Sonderstellung der Region, die heute noch viele Monumente der reichen Bergbautradition für die Nachwelt aufbewahrt.

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