AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

St. VeitWer für Mock-Nachfolge in den Ring steigen wird

Günter Leikam winkt ab, Martin Kulmer wird 2020 neuer Bürgermeister von St. Veit. 2021 wird der SPÖ-Mann gegen Rudi Egger (ÖVP) antreten.

Beobachter erwarten ein Kopf-an-Kopf-Rennen der beiden Spitzenkandidaten Egger (links) und Kulmer bei der Wahl 2021 © KLZ
 

Völkermarkts Bürgermeister Valentin Blaschitz (SPÖ) macht es auch. 2020 wird er sein Amt als Gemeindechef zurücklegen. Ein Jahr vor der nächsten Gemeinderatswahl – also ist laut Gesetz keine Neuwahl durch das Volk notwendig. In diesem Fall bestimmt der Gemeinderat den neuen Bürgermeister. Die Völkermarkter SPÖ ist mit einer absoluten Mehrheit ausgestattet, demnach steht der nächste Gemeindechef von Völkermarkt auch schon fest. Markus Lakounigg, derzeit Amtsleiter in Eberstein, wird diese Funktion übernehmen. Bis zur Wahl 2021 ist er quasi Interimsbürgermeister.

Gerhard Mock macht es auch. Das Langzeitoberhaupt der Stadtgemeinde St. Veit, 2020 ginge er in sein 32. Bürgermeisterjahr, hat heuer angekündigt, ein Jahr vor Ende seiner Amtsperiode einen Schlussstrich zu ziehen. Wunschnachfolger von Mock, dessen SPÖ ebenfalls mit einer Absoluten im Gemeinderat ausgestattet ist, ist Vizebürgermeister Martin Kulmer, derzeit BÜM-Chef.

Mock: „Es ist fix, dass Vizebürgermeister Kulmer in der Stadtpartei mein Nachfolger werden wird. Mir ist es wichtig, dass es einen nahtlosen Übergang gibt, damit die kontinuierliche Weiterentwicklung der Stadt gegeben ist. Ich schätze Kulmer als sehr seriösen und professionellen Politiker, der auch die Aufgabe als Bürgermeister nach der Wahl im Jahr 2021 sehr gut meistern wird.“

Keine Ambitionen auf Bürgermeisteramt

Es ist allerdings ein offenes Geheimnis, dass es hinter verschlossenen Türen bislang nicht nur harmonische Töne zur Nachfolgeregelung gegeben hat. Nicht alle Genossen stehen geschlossen hinter Kulmer. Als Alternativkandidat wurde oft Landtagsabgeordneter Günter Leikam ins Spiel gebracht. Auf eine offizielle Anfrage hin winkt der aber ab: „Ich bin gewählter Mandatar des Landtages, und das bis 2023. Ich habe keine Ambitionen auf das Bürgermeisteramt in St. Veit. Außerdem ist es viel zu früh, über diese Frage zu diskutieren. Wer kann schon sagen, was in zwei Jahren wirklich sein wird“, so Leikam.

Mit Aussagen zu seiner möglichen künftigen Aufgabe hat sich Vizebürgermeister Kulmer in den vergangenen Monaten zurückgehalten. Jetzt sagt er: „Ich möchte den Gremien nicht vorgreifen, aber ich bin bereit, 2020 mit Freude und Engagement die Nachfolge von Gerhard Mock anzutreten.“

Er habe grundsätzlich das Gefühl, die Stadtpartei stehe hinter ihm. Das Amt des St. Veiter Bürgermeisters sei ein Vollzeitjob. „Deshalb ziehe ich es eventuell in Betracht, mich dann vom Job karenzieren zu lassen“, so Kulmer.

Fix ist, dass die ÖVP mit Vizebürgermeister und Marktreferent Rudi Egger in den Wahlkampf ziehen wird. Wer die FPÖ anführen wird, das ist noch offen: „Bei der Jahreshauptversammlung im November werde ich wieder als Ortsparteiobmann kandidieren. Aber ob ich 2021 der Spitzenkandidat sein werde, das kann ich noch nicht sagen“, so Stadtrat Herwig Kampl. Grundsätzlich könne er sich das aber gut vorstellen, „die Arbeit für die Menschen macht mir großen Spaß“.

Die Grünen haben sich schon aufgestellt, Klaus Knafl bestätigt: „Ich werde als Spitzenkandidat antreten.“

Beobachter sind sich einig, die Absolute der SPÖ wird 2021 fallen. Sollte wieder Kampl die FPÖ anführen, dann dürfte es für die ÖVP schwer werden. Kampl würde wohl eher mit der vertrauten SPÖ, als mit der ÖVP Gemeinsamkeiten finden, was einem Martin Kulmer in die Hände spielen würde. Falls er die Kür zum Gemeindechef schafft. Viele glauben, dass Egger Kulmer in die Stichwahl zwingen wird. Und dann wird das Rennen ein offenes sein.

Kulmer, der als bedachter Sacharbeiter geschätzt wird, wird den Vorteil haben, schon ein Jahr als Bürgermeister im Amt zu sein, wenn 2021 gewählt wird. Egger hat sich als erfolgreicher Marktreferent in den vergangenen Jahren einen Namen gemacht. Ein Duell auf Augenhöhe.

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung! Kommentieren