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WeitensfeldSeit 40 Jahren ist er Hirte der Weitensfelder

Franz Weißeisen ist Priester aus Leidenschaft, seit 40 Jahren durchgehend betreut er seine Schäfchen in Weitensfeld und Zammelsberg.

Franz Weißeisen legt Wert auf persönlich verfasste und der Zeit angepasste Predigten © Phino
 

Ich habe mich immer als Gurktaler gefühlt“, sagt der in Zwischenwässern geborene Pfarrer. Als eines von fünf Kindern einer alleinerziehenden Tagwerkerin war ihm eine schulische Laufbahn nicht in die Wiege gelegt. „Der Vater ist im Krieg geblieben. Der Besuch von Hauptschule oder Gymnasium waren da nicht selbstverständlich“ sagt Franz Weißeisen (79).

Maria Huber, eine motivierende Lehrerin an der Volksschule St. Stefan am Krappfeld, und der örtliche Pfarrer Anton Steinwender förderten Weißeisen. „Mit elf wurde ich gefragt, ob ich Pfarrer werden wollte. Mit zwölf entschied ich mich und besuchte daraufhin das Gymnasium in Tanzenberg“, blickt Weißeisen zurück. Er war damals für die Tanzenberger Schülerzeitung verantwortlich. Selbst Peter Handke höchstpersönlich, mittlerweile weltberühmter Autor, lieferten ihm damals Beiträge zu.

Über Feistritz an der Drau und Landskron führte Weißensteins Berufsweg nach Tanzenberg zurück, wo er als Präfekt und geistlicher Leiter insgesamt zwölf Jahre lang wirkte. „Als mich Bischof Joseph Köstner fragte, ob ich nach Weitensfeld wechseln möchte, sagte ich gerne ja. Es war ein Heimkommen“, sagt Weißeisen.

Wir sind als Pfarrer in so vielen Bereichen gefordert, dass es zu einem Aufsplitten der Kräfte kommt. Da läuft die Hauptarbeit in den Pfarren Gefahr, übrig zu bleiben.

Franz Weißeisen

Seit 40 Jahren lenkt er seine Pfarrgemeinde, die Zeiten haben sich geändert. Nur eine Taufe im Jahr 2017, das ist eine Entwicklung, die den Pfarrer aus Leidenschaft beschäftigt. Die herrschende Landflucht hat auch die Zahl seiner Schäfchen von etwa 1100 vor 40 Jahren auf aktuell 912 reduziert. Mit ein Grund für diese Entwicklung: „Wir sind als Pfarrer in so vielen Bereichen gefordert, dass es zu einem Aufsplitten der Kräfte kommt. Da läuft die Hauptarbeit in den Pfarren Gefahr, übrig zu bleiben.“

Mit 79 ist er immer noch mit Leidenschaft Pfarrer und Seelsorger. Jede seiner Predigten schreibt er persönlich und der Zeit angepasst. „Das ist für mich eine Frage der Ehre. Ab Montag denke ich über die Predigttexte für das kommende Wochenende nach“, sagt Weißeisen. Und das will er noch länger tun, wenn Gott ihm die notwendige Gesundheit schenkt. Sein Dank gilt den vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern. Mit Weitensfeld und Zammelsberg verbindet den Geistlichen auch sein beruflicher Höhepunkt. „Es waren die Feiern zu meinem 40. Priesterjubiläum vor vier Jahren“, blickt Weißeisen mit Freude zurück. Nicht erfreut ist Weißeisen über die derzeit laufende Personaldiskussion in seiner Diözese. Über den ehemaligen Bischof Alois Schwarz will er kein schlechtes Wort verlieren: „Als ich im Vorjahr krank war, hat er mich zweimal vertreten, das war sehr kameradschaftlich“.

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