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Jede Menge FehlerIn diesem Schulbuch lebt Udo Jürgens noch

In der „Schatzkiste“, einem Sachunterrichtsbuch für Volksschulen, findet man überraschende Schätze. Team Kärnten-Obmann Köfer will, dass das "Buch aus dem Verkehr gezogen" wird. Bildungsdirektor Klinglmair sieht Ministerium in der Pflicht.

Mithilfe des Buchs wird in Volksschulen gelehrt
Mithilfe des Buchs wird in Volksschulen gelehrt © Privat
 

Für 60.377 Kinder und Jugendliche in Kärnten hat am Montag ein neues Schuljahr begonnen. Bei der Ausgabe der Schulbücher werden mehrere Hundert von ihnen eine Überraschung erleben – nämlich jene Schüler der 3. und 4. Volksschulklasse, die das Buch „Schatzkiste – Sachunterricht Kärnten“ erhalten.

Wo ist das Glantal?

Denn das Buch fördert einige unerwartete Schätze zutage: So ist Sänger und Komponist Udo Jürgens zwar ein berühmter Kärntner, allerdings nicht mehr am Leben, wie in der „Schatzkiste“ angegeben. Jürgens starb Ende 2014. Die aktuellste Ausgabe des Buches wurde 2016 gedruckt. Einen weiteren berühmten Kärntner dürften selbst eifrige Schüler und bestinformierte Lehrer nicht kennen: „Willhelm Hrudnigger“. Der Kärntner Mundartdichter war unter dem Namen Wilhelm Rudnigger bekannt.

Verschwunden ist das Glantal. Zumindest in der Aufzählung jener Täler, die der Bezirk St. Veit/Glan aufzuweisen hat. Aber Görtschitz-, Gurk- und Metnitztal sind ja auch sehr schön. In der Online-Demoversion des Buches wurde die Kärntner Landesregierung aufgestockt: Neben dem Landeshauptmann und zwei Stellvertretern gibt es sechs Landesräte. In Summe neun Regierungsmitglieder. In der Realität und in der gedruckten „Schatzkiste“ hat die Regierung sieben Mitglieder.

"Peinlich und unzumutbar"

Landtagsabgeordneter Gerhard Köfer (Team Kärnten), er hat die Fehler in dem Schulbuch aufgedeckt, fordert, dass „das vor Fehlern strotzende Buch aus dem Verkehr gezogen“ wird. Diese „Schatzkiste“ sei peinlich und unzumutbar. Kärntens Bildungsdirektor Robert Klinglmair will das zuständige Bildungsministerium mit einer raschen Prüfung und „allenfalls notwendigen Berichtigungen betrauen“, wie er sagt. Vom Schulbuchverlag (E. Dorner) war am Montag niemand für eine Stellungnahme erreichbar.

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