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FeldkirchenIdee für den Tiebeltaler als Währung

Der Obmann der Feldkirchner Aktionsgemeinschaft würde gerne den Tiebeltaler als Regionalwährung sehen und präsentierte Umfrage.

Heinz Breschan kann sich eine Regionalwährung für Feldkirchen feststellen. Sabrina Allesch (Mitte) und Larissa Koch befassten sich damit in ihrer Diplomarbeit © AUER
 

Aktuell ist der Tiebeltaler zwar ein Zahlungsmittel, das eingesetzt werden kann. Gerne wird er verschenkt. Aber Heinz Breschan, Obmann der Aktionsgemeinschaft Feldkirchen liebäugelt mit mehr. Ginge es nach ihm, könnte er Karriere machen, und zwar als richtige Regionalwährung. „Damit kann man Wertschöpfung und Kaufkraft noch stärker in der Region halten“, ist Breschan überzeugt,
Eine Regionalwährung wird nur innerhalb einer Stadt oder einer Region eingesetzt und im Geldverkehr niemals gegen Euro umgetauscht. Nicht nur das fehlt dem Tiebeltaler, um Regionalwährung zu sein. „Man dürfte ihn nicht in Euro umwechseln, sonst wird der Kreislauf einer Regionswährung unterbrochen. Das zweite Merkmal, das fehlt: „Er hat keine ausreichende Stückelung, es gibt ihn nur in Zehner-und 20er-Münzen“, erklärt Breschan.

Den Tiebeltaler gibt es in Münzen Foto © AUER

Für Breschan ist das Bewusstsein für eine regionale Währung in Feldkirchen noch ausbaufähig. Regionalwährung könne nur dann umgesetzt werden, wenn der allgemeine Wille dafür da sei. Um Kunden sowie Handel und anderen Branchen ein wenig auf den Zahn zu fühlen, welche Vorstellung sie von einer Regionalwährung haben, führten die HAK-Maturantinnen Sabrina Allesch und Larissa Koch im Rahmen ihrer Diplomarbeit eine Umfrage durch, jedoch mit einer sehr kleinen Stichprobe. 90 Prozent der Kunden gaben an, zu wissen, was eine Regionswährung ist. „Aber viele glauben, dass der Tiebeltaler schon eine Regionalwährung ist“, sagt Breschan. Bei den Produzenten der Region lag man etwas niedriger, was die richtige Vorstellung von einer Regionalwährung betraf. 70 Prozent gaben an zu wissen, was eine Regionalwährung ist.

Auf alle Fälle sei der Tiebeltaler eine Basis: „Denn durch ihn hätten wir schon die Genehmigung der Nationalbank, um Geld herstellen zu können.“ Auch sei der Tiebeltaler bankverbürgt, eine Bank also als Partner da. Auch werde der Tiebeltaler gut angenommen. Zu Spitzenzeiten seien bis zu 150.000 Euro im Umlauf. „Vor zwei Jahren mussten wir den 20er nachmachen, damit wir das Volumen erhöhen können.“ Bürgermeister Martin Treffner hält es jedoch für besser, den Tiebeltaler mehr Kraft zu geben, indem bei seiner Verwendung im Handel Rabatte gegeben würden. Denn: „Der Tiebeltaler geht gut, weil die Gemeinde viel dafür tut. Wir kaufen etwa zu Weihnachten 50.000 Tiebeltaler.“

Breschan nennt Vorarlberger Gemeinden als erfolgreiche Beispiele für Regionalwährung. So sei in einem kleinen Ort eine Regionalwährung eingeführt worden, um das letzte verbliebene Lebensmittelgeschäft zu retten. In Vorarlberg sind Gemeinden mit Regionalwährungen durch eine Genossenschaft vernetzt.

Tiebeltaler und Regionalwährung

Tiebeltaler. Wird in 70 Mitgliedsbetrieben in Feldkirchen angenommen. Unter anderem kann er bei der Gemeinde gekauft werden. Stückelung: 10er und 20er-Münzen. Wird er eingelöst, wird das Retourgeld in Euro ausbezahlt
Regionalwährung. Bei einer Regionalwährung gibt es bei einem Einkauf wieder die Regionalwährung retour. Beispiel Vorarlberg: Orte mit Regionalwährungen sind über die Allmenda-Genossenschaft vernetzt. Sie bietet Beratung, Umsetzung und Abrechnung an. Über Abo-Systeme wird Regionalwährung gekauft.

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