St. VeitDie St. Veiter Jäger hinken den Abschussplänen hinterher

St. Veiter Jäger erfüllen die Abschussquote nur zu 37 Prozent. Bezirksjägermeister appellierte bei Jägertag an die Waidmänner.

Jäger auf der Pirsch. Das Wild kommt anscheinend meistens trotzdem davon ©  Fotolia/Noxmox
 

Können Jäger ihr Handwerk nicht? Wenn wir das Rehwild nicht auf ein erträgliches Maß reduzieren, haben wir kläglich versagt. Ab 1. Mai müssen wir Rehwild mit Nachdruck erlegen. Ab 1. Juli sind Rehkälber und führende Tiere frei. Wir müssen es machen.“ Derart drastisch ermahnte Bezirksjägermeister Hans Drescher beim Bezirksjägertag die Waidmänner, ihre Pflicht zu tun. Denn die Jäger hinken, was die Abschusszahlen betrifft, beim Rehwild weit hinter den Vorgaben zurück. „Wir sind mit einer Abschussquote von nur 37 Prozent in Kärnten das Schlusslicht“, wetterte Drescher. Heuer könnte der Rückstand von rund 7400 Abschüssen noch aufgeholt werden, das scheint aber unwahrscheinlich.

 

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Das Rehwild hat sich stark vermehrt, man ist mit der Abschussquote weit hinten nach © Fotolia/Langer

Die Jäger stellen fest, dass vor einigen Jahren noch durchschnittlich vier Pirschgänge für einen Abschuss notwendig waren. Jetzt reichen oft 20 Pirschgänge für einen Abschuss nicht. Überdies scheinen die Wildbestände höher als bisher angenommen.

Art des Jagens ändern

Deshalb fordert Drescher auch auf, das Jagdverhalten zu ändern. „Wir müssen Intervalljagden andenken, auch revierübergreifend jagen“, sagt Drescher. Jäger im Saal forderten die Erlaubnis, Rehwild bei Nacht jagen zu dürfen. Dazu wäre eine Änderung des Jagdgesetzes erforderlich. Der hohe Wildstand belastet auch den Wald.

Wir sind mit einer Abschussquote von nur 37 Prozent in Kärnten das Schlusslicht

Hans Drescher
Drescher fürchtet Probleme mit den Waldbesitzern: „Es kommt zu vielen Notschälungen in den Wäldern. Viele Waldbesitzer haben wegen der aktuellen Schneelage das Ausmaß der Situation noch nicht erkannt“. Auch Bezirkshauptfrau Claudia Egger-Grillitsch fordert ein Handeln der Jäger, denn: „Die Wildschadensstände sind bedrohlich, beängstigend, Besorgnis erregend.“

Kommentare (2)

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wastelus
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Sehr geehrter Hr. Novak

Es wäre wünschenswert, dass sich Redakteure vor dem Verfassen solcher Artikel gewisse biologische Grundkenntnisse aneignen.
Rotwild und Rehwild sind verschiedene Tierarten (nachzulesen in Schulbüchern). Es wurde der Vorschlag auf Nachtabschuss auf Kahlwild (weibliches Rotwild und Kälber) eingebracht und nicht auf Rehwild!
In Zukunft genauer zuhören, oder sich mit der Materie befassen.

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Steuerzahler66
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Sehr geehrter Herr Novak

Bitte lassen Sie Ihre Kommentare von kompetenten Fachleuten
vor den Ausgaben in den Zeitungen durchlesen und korrigieren. Es gibt Rot und Rehwild, jedoch haben führende Tiere keine Rehkälber!

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