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St. Veit, FeldkirchenMit Kunsthandwerk aus Altmaterialen für bessere Integration

„Der.Raum“ des Künstlerpaares Lisa und Alexander Engel ist eine Integrationsplattform. Handwerk mit Altmaterial ist seine Basis, Einheimische und Asylwerber arbeiten gemeinsam.

Alexander Engel arbeitet mit männlichen Asylwerbern hauptsächlich mit Holz © Lisa Engel
 

Tun und Machen baut Angst zwischen den Kulturen ab - und Vertrauen auf. Das wissen Lisa und Alexander Engel durch die letzten Jahre. In ihrem Haus in Mölbling bieten sie Raum für gemeinsames Tun von Einheimischen und Asylwerbern an – von Fotografie über Nähen bis zum Kunsthandwerk. Das alles nennt sich „Der.Raum“, seit dem Vorjahr wird er durch einen Verein getragen.

 

Jetzt vor Ostern stellen die Frauen der Nähwerkstatt im Moorquell auch Osterdekoration her. Foto © Lisa Engel

Die beiden haben zwei Werkstätten in ihrem Haus. In der Nähwerkstatt geht es um Stoff und Co. Alexander Engel werkt in seinem Raum unter anderem mit Holz. Über allem steht das „Upcycling“: Aus nicht mehr gebrauchten Materialien und Dingen entsteht Neues mit modernem Design.

Leben führte Regie

Mit „Wie das Leben so spielt“ könnte man den Anfang ihres Engagements betiteln. 2015 fuhren beide nach Althofen, um sich das Flüchtlingszeltlager Krumfelden anzusehen. „Ich wollte wissen, was sind das für Menschen“, sagt Lisa Engel, Fotografin, Künstlerin. „Denn ich hatte auch Vorbehalte und Ängste“. Was das Paar sah, ließ sie zu Helfern werden. Zuerst mit Sachspenden, Deutschkursen, mit der Organisation eines Hilfenetzwerkes.

 „Im Winter haben wir dann gesehen, die Leute verfallen.“ Die Engels fanden Möglichkeiten, um den Asylwerbern Beschäftigung zu bieten. Kochen war die erste Maßnahme. „Denn miteinander Gemüse schneiden geht auch ohne Worte.“
Die Ideen gehen dem Paar auch heute nicht aus. „Wir waren immer Reparierer.“ Einer der guten Nebeneffekte. So sind die Aktivitäten leistbar. Aus den Werkstätten geht von Schmuck über gefilzte Weihnachtmützen bis zur Haustiervoliere alles erdenklich Mögliche hinaus.

 

„Der.Raum“ ist Treffpunkt, zwei Männer im Gespräch Foto © Lisa Engel

„Der. Raum“ hat Kooperationen im Bezirk St. Veit, aktuell mit dem Asylquartier Moorquell in St. Georgen. Mit den Asylwerbern von Pöckstein hat man auch gearbeitet. In Feldkirchen ist man etwa mit dem Verein „Secoteco“ vernetzt. Das Netzwerk wächst täglich. Ihre Ängste hat Lisa Engel abgebaut, schwarze Schafe gebe es überall, sagt sie. Engel ist auch Bloggerin, kürzlich schrieb sie: „Es gibt Zeiten, da komme ich kaum zum Schreiben.“ Aber: „Hier geschieht Integration. So können wir weitermachen. Genau so geht es.“

 

Kornelia Motschnig, „Bibi“ und Lisa Engel in der Nähwerkstatt des Moorquell Foto © Lisa Engel

Werken für den Upcycling-Store

Im Asylquartier Moorquell entsteht durch „Upsycling“ der Deko-Osterhase ebenso wie das Behältnis zum Kresse ziehen aus Milchpackungen. Zwei Werkstätten gibt es, bald eröffnet der „Upsycle-Store“. „Wir haben lang gefeilt, um sinnvolle Tätigkeiten für unsere Bewohner zu finden“, sagt Moorquell-Leiterin Kornelia Motschnig.

Die ehemalige Buchhalterin Nidhal, genannt „Bibi“ – das heißt auf arabisch "Großmutter“ – und Najla, sie war Teppichknüpferin, werken mit anderen Frauen für den Store. „Ich nähe sehr gerne“, sagt „Bibi“.

Die Männer arbeiten mit Alexander Engel in der zweiten Werkstatt unter anderem mit Holz.

St. Georgen am Längsee: Asylquartier mit viel Aktion

Das Leben im Moorquell ist ein aktives. Klicken Sie sich durch die Bilder

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"Upcyceln" mit Feldkirchner Jugendlichen

Jugendlichen die Möglichkeit geben, sich kreativ entfalten zu können. Deshalb gibt es im Jugendzentrum „MyLife“ in Feldkirchen das Projekt „MyArts“. Dazu gehören einstweilen auch Näh-Workshops. Die Feldkirchner Soroptimistinnen unterstützen das „MyLife“ mit gespendeten Nähmaschinen.

MyLife-Mitarbeiterin Corina Wintschnig hat die Höhere Lehranstalt für Wirtschaft und Mode (WIMO) absolviert, ist im Nähen versiert, sie führt das Projekt durch. „Es geht auch darum, die Konsumgesellschaft zu hinterfragen.“ Nicht immer müsse alles weggeworfen werden. So wird „upgecycelt“. Die Jugendlichen können kaputte Kleidung bringen. Wintschnig: „Ich zeige, wie man sie repariert.“ Auch Asylwerberinnen bezieht Wintschnig in ihr Projekt mit ein.

Im "MyLife" lebt der Trend "Upcycling" auch Foto © KK

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