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St. Veit

Asyl-Projekt in St. Donat wartet noch auf grünes Licht

Die Diakonie will bis zu 30 unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge in St. Donat betreuen. Das Projekt wurde beim Land eingereicht, das Verfahren läuft. "Tag der Offenen Tür" gibt es nächste Woche.

Das Quartier soll im Gasthof Prettner entstehen. Anrainer sind nächste Woche zum „Tag der offenen Tür“ geladen © Christian Wetternig
 

Den Anrainern des ehemaligen Gasthofes Prettner in St. Donat ist kürzlich Post ins Haus geflattert. Genauer gesagt, eine Einladung zum „Tag der offenen Tür“, der kommende Woche stattfinden wird. Seit Jahresbeginn ist der Gasthof als mögliches Quartier für unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge im Gespräch. Die Diakonie hat diesbezüglich ein Projekt beim Land eingereicht.

Vorweg: Für das Vorhaben gibt es noch keine Genehmigung, das Verfahren läuft noch. „Doch um die Anrainer so früh wie möglich einzubinden und zu informieren, haben wir sie eingeladen“, sagt Hansjörg Szepannek, Pressesprecher der Diakonie. Man sei auf einem „guten Weg“ und hoffe auf baldige Realisierung des Projektes. Geplant sei die Betreuung von bis zu 30 Kindern und Jugendlichen bis zu einem Alter von 18 Jahren. „Der Bedarf ist in Kärnten absolut vorhanden. Es ist enorm wichtig, die Jugendlichen so früh wie möglich zu integrieren“, so Szepannek.

Umbau notwendig

Sollte das Land das eingereichte Projekt bewilligen, würden notwendige Umbauarbeiten starten. „Das Haus muss natürlich adaptiert werden. Dafür würden wir mit Sicherheit rund drei Monate Zeit brauchen. Wir haben überprüft, ob ein vernünftig finanzierbarer Umbau möglich ist, und sind zu einem positiven Ergebnis gekommen“, sagt Szepannek.

Eine Zuteilung ohne Zustimmung der Bevölkerung wird es nicht geben 

Gerhard Mock

Arbeitsplätze für 15 Personen würden entstehen, heißt es seitens der Diakonie, die in Treffen bereits ein Quartier für 33 unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge betreibt. Die dort gemachten Erfahrungen würden zeigen, „das die Betreuung dort absolut gut funktioniert“.

"Für uns ist klar, dass es die Zuteilung von unbegleiteten Minderjährigen in St. Donat ohne die Zustimmung der Bevölkerung nicht geben wird. Daher werden wir sehr genau darauf achten, wie die Bürger vor Ort zu diesem Vorhaben stehen“, sagt Bürgermeister Gerhard Mock (SPÖ). Die Auslastung mit Flüchtlingen, die derzeit schon in St. Donat untergebracht sind, habe bisher keine Probleme gebracht. „Die jetzige Lösung ist für alle Beteiligten akzeptabel“, sagt Mock.

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