Christoph Grabuschnig ist mit ganzem Herzen und vollem Elan Schlagwerker. Dieser Leidenschaft frönt er, seit er sieben Jahre alt ist. Grabuschnig ist auch Mitglied des Kärntner Trommlerkorps und Student an der Gustav-Mahler-Privatuniversität in Klagenfurt. "Ich studiere im Fach Schlagwerk Klassik Instrumental und Gesangspädagogik", erklärt Grabuschnig, der in Graßdorf in der Gemeinde Frauenstein daheim ist. Weil die Zeit der Corona-Pandemie eine konzertlose war, gründete er mit zwei Professoren seiner Uni und sechs weiteren Studierenden die "Percussion Group Carinthia". Am 23. September drehen die Musiker und Musikerinnen in der Kulturhalle Althofen mit allem, was das Schlagwerk hergibt, auf - und bedienen damit  eine künstlerische Marktlücke im Konzertbereich: "Reines Schlagwerk, das ist nichts Alltägliches", sagt Grabuschnig. "Nächstes Jahr soll es mehr Konzerte geben", erklärt der 24-Jährige.

Christoph Grabuschnig
Christoph Grabuschnig
© PERCUSSIONGROUP/KK

Gleich zu Beginn wird die "Percussion Group Carinthia" in Althofen beweisen, dass Schlagwerk "nicht 0815 ist". Grabuschnig: "Man hört Dinge, die man nicht erwartet hätte. Und man sieht Instrumente, die man dem Schlagwerk nicht zugeordnet hätte." Wer glaubt, Schlagwerk ist gleich Trommel, der irrt. Alle Trommeln sowie das Drumset, Pauken, Xylophon, Marimbaphon und Vibraphon gehören zum Schlagwerk. War dieses früher eher den Männern vorbehalten, so hat die Damenwelt stark nachgezogen. Grabuschnig: "Bei uns auf der Uni ist das gut ausgeglichen, etwa die Hälfte der Studierenden sind Frauen."

In der Gruppe finden sich drei weibliche Spielerinnen. Und man ist international, eine Musikerin kommt aus China, zwei weitere Musiker aus Bulgarien. Das Alter aller ist etwa gleich, die Musiker und Musikerinnen sind "Twenties". Um die organisatorischen Dinge kümmert sich Grabuschnigs Mutter Susi Grabuschnig, auch gut bekannt durch ihr Engagement beim St. Veiter Trommlerkorps.

Beim Konzert in Althofen bleiben die Musiker und Musikerinnen nicht allein auf der klassischen Seite. "Wir spielen auch moderne Stücke und auch auf Dingen, die keine Instrumente sind", verrät Grabuschnig. Man zweckentfremdet also so manch Alltagsutensil. "Wir hoffen, das Kulturhaus zum Beben zu bringen", sagt Grabuschnig. "In jedem Fall wird es ein Abend voller packender Töne für Musikbegeisterte jeder Altersstufe."