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St. VeitHistorischer Fund auf Baustelle entdeckt

Bei Grabungen auf der Baustelle des St. Veiter Wohnbauprojektes Arcineum wurde eine Schüssel aus dem 12. Jahrhundert entdeckt.

Müller, Tiefengraber, Pichler und Mock (von links): Die Archäologen gehen, die Bauarbeiter kommen.
Müller, Tiefengraber, Pichler und Mock (von links): Die Archäologen gehen, die Bauarbeiter kommen. © KLZ/Michaela Auer
 

Vier Männer beugen sich über eine kleine Schüssel aus Ton: Bürgermeister Gerhard Mock, Paul Pichler und Karl Müller vom Klagenfurter Bauträger „9022 Immobilien“ sowie Archäologe Georg Tiefengraber. Letztgenannter hat diese Schüssel gestern auf der Baustelle des St. Veiter Arcineums, wo sie auch gefunden wurde, präsentiert.
Tiefengraber erklärt: „1131 wird in St. Veit ein Hof genannt, der sich in der Nähe der Kirche entwickelt hat.“ Von diesem könnte die Schüssel stammen. Die Erde in der Schüssel wird noch untersucht, man könnte unter anderem etwa Getreidereste finden, die neue Erkenntnisse liefern könnten.
Gestern waren die archäologischen Arbeiten auf der Baustelle beendet. „Nun wird es flott weitergehen“, sagt Karl Müller über das Arcineum – ein Projekt, bei dem 29 moderne Innenstadtwohnungen entstehen.

Die Schüssel überstand die rund 900 Jahre in der Erde gut Foto © KLZ/Auer

Die Grabungen wurden vom Denkmalamt angeordnet. Was für die Archäologen wichtige Erkenntnisse bedeutet, kostet dem Bauträger viel Geld. Rund 50.000 Euro, so schätzen Müller und Pichler. „Bagger, Kran, es ist alles da und das muss bezahlt werden“, nennt Pichler einen Kostenverursacher. Auch der Baustellenablauf, der im Vorfeld der Bauarbeiten exakt geplant wird, kommt durcheinander. Aber das Datum der Fertigstellung will man einhalten – voraussichtlich Ende 2019. Wenn Archäologie, Denkmalschutz und Baupläne aufeinander treffen, entsteht oft ein Spannungsfeld. „Viele werden sich überlegen, ob sie noch in den Städten bauen“, sagt Pichler über den Konflikt zwischen Denkmalschutz und Bauwerber. „9022 Immobilen“ darf die Schüssel übrigens behalten. „Wir werden sie ausstellen.“

Jetzt kommt die Stadtmauer dran

Als nächstes wird beim Bau des Arcineums die Stadtmauer „unterfangen“. Man stützt sie mit Betoninjektionen, damit sie keinen Schaden nimmt.

Um den Schutz der Stadtmauer muss sich der Bauwerber besonders kümmern. Das war von vornherein so geplant. So wird die Mauer mit Betoninjektionen gestützt, also „unterfangen“, damit nichts einstürzt. Die Stadtmauer wird beim fertigen Arcineum auf der Vorderseite des Baus am Unteren Platz auch zu sehen sein. Mit dem Bundesdenkmalamt und der Stadtplanung der Stadt entwickelten die „9022 Immobilien“ mit den Architekten Müller & Hohenwarter ein Gebäude, das die Qualität der historischen Bausubstanz wieder freilegt und mit einer hochwertigen Planung und Ausführung kombiniert. Bei den archäologischen Untersuchungen fand man Reste des Friesacher Tores und eines Hauses, das mit der Mauer verankert war. Man entdeckte Verkohlungen, die auf den Brand in St. Veit von 1497 zurückzuführen sind. Für die Kosten der Grabungen muss der Bauwerber aufkommen.

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CuiBono
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Nix Schüssel

dos is a Topf!

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