Matrei

Natura 2000-Programm von Regierung abgesegnet

Jährlich eine Million Euro auf zehn Jahre: Land beschloss das gesamte regionalwirtschaftliche Programm für die Natura 2000-Region Isel.

Felipe und Platter warten auf kreative Projekte aus der Natura 2000-Region © APA/ROBERT PARIGGER
 

In der Regierungssitzung vom Dienstag war es soweit: Dort erfolgte der Beschluss des regionalwirtschaftlichen Programmes für die Natura 2000-Region Isel (Region rund um den Einzugsbereich der Isel nordwestlich von Lienz einschließlich der Gemeinden Hopfgarten und St. Veit im Defereggen).

Platter erklärt die Entscheidung der Regierung

Land Tirol © Kleine Zeitung

Die Regierung segnete das gesamte Programm, das jährlich eine Million Euro auf zehn Jahre umfasst, ab. „Wir wollen nicht nur die Natur schützen, sondern auch die Wirtschaft stärken“, argumentiert Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP).

Ab 1. Juli in Kraft

Er spricht auch davon, dass der Prozess für das regionalwirtschaftliche Programm ein Guter gewesen sei. Der Landeshauptmann weiter: „Und am 1. Juli geht es los, mit diesem Sonderprogramm“. Jetzt würden die Projekte eingereicht und jedes davon werde einzeln von der Landesregierung beschlossen. Abgezielt werde mit dem Mitteleinsatz auf die Schwerpunkte Destinationsentwicklung, Innovationskraft, Daseinsvorsorge und diverse Sonderprogramme.

Wissen was gebraucht wird

Platter setzt auf kreative Projekte aus der Region: „Wie bereits mit der Naturparkregion Lechtal-Reutte bewiesen wurde, können naturnaher Tourismus und nachhaltiges Wirtschaft ein starker Motor sein. Wichtig ist mir, dass die Menschen selbst Triebfeder für die Entwicklung sind. Sie wissen ganz genau, was sie brauchen. Die Landesregierung steht jedenfalls als verlässlicher Partner bereit.“ Landeshautpmannstellvertreterin Ingrid Felipe (Grüne) ist überzeugt davon, dass es derartige Projekte gibt, das habe sie in den Jahren der Verhandlungen festgestellt.

Der Wermutstropfen, dass eine der zehn Millionen in Verwaltungs- und Personalkosten aufgehen, bleibt auch mit dem Regierungsbeschluss.

MICHAELA RUGGENTHALER

Kommentare (7)

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beobachter2014
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Entweder - oder?

Entweder merkt es unser LH selber nicht - oder er hält die Bevölkerung für so dumm!
Da wurden am Lech in 10 Jahren 94 Mio. € eingesetzt und für die Iselregion gibt es 10 Mio., auch für 10 Jahre.
Unser LH ist sich sicher, "dass in der Iselregion derselbe Effekt eintritt wie am Lech" ....
Mit 10 % der Mittel?

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nit schlecht
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100 Millionen von der schwarz-grünen Landesregierung alleine für Sportgroßveranstaltungen in Nordtirol in den nächsten paar Jahren, allerdings ohne Belastungen durch natura2000...

10 (-1 für Verwaltung!) Millionen in den nächsten 10 Jahren für das von Abwanderung und Arbeitslosigkeit massiv bedrohte Iseltal, allerdings mit den Beeinträchtigungen der Wirtschaft durch natura2000....

das sind die wahren Relationen in Tirol, das ist der Stoff, aus dem die grünen Träume sind! Und wo träumen unsere Osttiroler Bevölkerungsvertreter?

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natur pur
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Blu Balu...

Ins Iseltal kommt sicher kein Bruno, sondern maximal ein Blu Balu...!

Dort wird nämlich vom Nationalpark unter Federführung von Frau Felipe ein nationales Testgebiet für die Vergällung der großen Beutegreifer betrieben: Touristen und manchmal auch die eine oder andere Eingeborene fungieren als menschliche Versuchskaninchen, die manchmal auch ihre Wadl anstelle eines drallen Hietermadls herhalten müssen!

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natur pur
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20
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Blu Balu...

In Kals gibts dafür sogar gaanz gefährliche Herdenschutzhunde, die sind viieel wilder als alpine europäische Braunbären. Da hat kein Ursus arctos auch nur den Funken einer Chance: Die jausnen nämlich das eine oder andere Happle am liebsten selbst!

Es lebe the New Tyrolian Green Deal, es lebe die Renaturierung eines mühevoll durch bäuerliche Arbeit über Jahrhunderte als Kulturlandschaft besiedelten Raumes durch Natura 2000 und es sterbe ein in wenigen Jahrzehnten menschenleeres Isel-Valley, man könnte wirtschaftlich auch bald Death-Valley dazu sagen; so gaanz im Sinne der gesetzlichen Verpflichtung der Tiroler Landesregierung, „durch Raumordnung“ im ganzen Land für möglichst bzw. zumindest annähernd gleichwertige Lebensbedingungen zu sorgen...

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Zaungast
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Frohbotschaft

Und diese Frohbotschaft darf nicht der Mayerl od. Kuenz überbringen?
Aha, die dürfen nur die großen Probleme mitteilen, wie Hundekot auf den Feldern usw.

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Stein..
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Rechtzeitig zum Auftakt des reichen Geldsegens, welcher geradezu wie Natura 2000 - Manna vom Himmel auf die rebellischen Iseltaler Geronimo-Indianer herabregnen wird, haben uns Ingrid und Günther auch einen großen Beutegreifer nach Osttirol geschickt: Der Bär ist wieder los!

Hoffentlich bleibt er im - für ihn sicheren Grenzland - zwischen dem Tiroler Gailtal und dem Drautal und wechselt nicht vom heiligen, grün-schwarzen Oberland in das ach so böse Iseltal, wo er sonst nur wieder vom blauen Manitu und seinen Helfershelfern in die ewigen Jagdgründe geschickt werden könnte, wie weiland 1971 in den badlands des Kals-Matreier Törl... Hugh, ich habe gesprochen!

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wichtschass
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Millionen seid umschlungen............................

1 Million für Verwaltung und Personalkosten ohne zu wissen was wird eingereicht,typisch grün und schwarz----soetwas nennt man Budgetfrisieren......,brauchts nicht stolz sein,es zeigt nur das Ihr keine Ahnung habts von der Materie

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